GHK-Cu

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GHK-Cu (auch Kupfer-Tripeptid-1) ist ein natürlich vorkommender Kupfer-Peptid-Komplex aus dem Tripeptid Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin (GHK), das ein zweiwertiges Kupferion (Cu²⁺) bindet. Der Komplex wurde erstmals in den 1970er-Jahren beschrieben und kommt im menschlichen Körper unter anderem im Blutplasma, Speichel und Urin vor. GHK-Cu wird insbesondere im Zusammenhang mit Wundheilung, Hautregeneration und entzündungsmodulierenden Prozessen untersucht.

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Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name GHK-Cu
Summenformel C14H24N6O4
Kurzbeschreibung

blauer Kupfer-Peptid-Komplex[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 89030-95-5
PubChem 378611
ChemSpider 335491
Wikidata Q5168796
Eigenschaften
Molare Masse 403 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Chemische Eigenschaften

GHK-Cu ist ein niedermolekularer Peptid-Metall-Komplex. Das GHK-Tripeptid besitzt eine hohe Affinität zu Kupfer(II)-Ionen, wodurch ein stabiler Chelat-Komplex entsteht. Die Kupferbindung gilt als zentral für die biologischen Effekte des Moleküls.

Vorkommen im Körper

GHK entsteht im menschlichen Organismus durch den Abbau größerer Proteine, insbesondere von Albumin. Die Konzentration von GHK-Cu nimmt mit zunehmendem Alter ab, was als möglicher Faktor für altersbedingte Veränderungen der Haut und der Regenerationsfähigkeit diskutiert wird.

Biologische Wirkung

In experimentellen Studien wurden GHK-Cu verschiedene biologische Aktivitäten zugeschrieben:

  • Förderung der Wundheilung, unter anderem durch Stimulation von Fibroblasten[2]
  • Beeinflussung der Kollagen- und Elastinsynthese[2]
  • Modulation von Entzündungsprozessen
  • Unterstützung der Angiogenese (Neubildung von Blutgefäßen)[3]
  • Antioxidative Eigenschaften, unter anderem durch kupferabhängige Enzyme

Zudem zeigen in-vitro-Untersuchungen, dass GHK-Cu die Genexpression zahlreicher Gene beeinflussen kann, die mit Gewebereparatur und Zellwachstum assoziiert sind.

Anwendung und Forschung

GHK-Cu wird vor allem in der kosmetischen Forschung sowie in der dermatologischen Grundlagenforschung untersucht. In kosmetischen Produkten wird es häufig in Anti-Aging-Formulierungen, Seren oder Cremes eingesetzt.

In der medizinischen Forschung wird GHK-Cu unter anderem im Zusammenhang mit

untersucht. Eine allgemein anerkannte therapeutische Anwendung als Arzneimittel besteht derzeit nicht.

Sicherheit und regulatorischer Status

GHK-Cu gilt bei äußerlicher Anwendung in kosmetischen Produkten als gut verträglich. Für systemische Anwendungen liegen bislang keine ausreichenden klinischen Daten vor, um eine medizinische Zulassung zu begründen. Entsprechend ist GHK-Cu in den meisten Ländern nicht als Arzneimittel zugelassen, sondern wird ausschließlich in der Forschung oder in kosmetischen Produkten verwendet.

Abgrenzung zu ähnlichen Substanzen

  • GHK (ohne Kupfer) zeigt geringere biologische Aktivität
  • Andere Kupferpeptide unterscheiden sich in Struktur, Stabilität und Wirkung
  • TB-500 / BPC-157, Peptide mit anderen Wirkmechanismen und Anwendungsfeldern

Literatur

  • Loren Pickart: The human tri-peptide GHK and tissue remodeling. In: Journal of Biomaterials Science, Polymer Edition. Band 19, Nr. 8, 2008, S. 969–988, doi:10.1163/156856208784909435.
Commons: GHK-Cu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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