Gabriel Guist’hau
französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung
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Gabriel Guist’hau (geboren am 22. September 1863 in Saint-Pierre (Réunion); gestorben am 27. November 1931 in Nantes) war ein französischer Rechtsanwalt und Politiker der Dritten Republik.

Leben
Henri-Gabriel Guist’hau war der Sohn von Constant-Emmanuel Guist’hau, einem Offizier der Handelsmarine aus der Vendée, und Alix-Antoinette-Caroline Henry.[1] Als Waise wurde er von seinen Großeltern väterlicherseits aufgenommen.[2] Nach dem Abitur kam er nach Nantes, um Jura zu studieren. Er promovierte und wurde Anwalt an der Anwaltskammer von Nantes. Dort lernte er Aristide Briand kennen, einen Anwalt aus Saint-Nazaire. Er widmete sich den genossenschaftlichen Werken der Loire-Inférieure, die er von 1908 bis 1920 im Obersten Rat der Genossenschaften vertrat.[3][4]
Von 1892 bis 1901 war er Stadtrat, von 1908 bis 1910 Bürgermeister und bis 1912 dann wieder Stadtrat von Nantes. 1910 wurde er zum Abgeordneten der Loire-Inférieure gewählt. Der Abgeordnetenkammer gehörte er über drei Wahlperioden bis 1924 an.[4] Von 1910 bis 1922 war er zunächst als Sous-secrétaire d’État für die Marine, später dreimal als Minister in wechselnden Funktionen in von Aristide Briand und Raymond Poincaré geführten Regierungen vertreten.[4]
Während des Ersten Weltkriegs war er Vorsitzender der Association France-États-Unis (Vereinigung Frankreich-Vereinigte Staaten).[4]
Auszeichnungen und Ehrungen

Gabriel Guist’hau wurde als Offizier der Ehrenlegion[5], als Officier de l’Instruction publique (Offizier für öffentliche Bildung) des Ordre des Palmes Académiques und mit der Médaille d’honneur de la mutualité (Ehrenmedaille der Krankenkasse) ausgezeichnet. In Nantes sind das Lycée Gabriel-Guist’hau und der Boulevard Gabriel-Guist’hau nach ihm benannt.
Weblinks
- Gabriel Guist’Hau. In: Assemblée nationale. (französisch).
- GUIST’HAU Henri Gabriel. In: La France savante. (französisch).
- Guist'hau. In: Patrimonia Nantes. Abgerufen am 6. Februar 2026 (französisch).
- Angaben zu Gabriel Guist’hau in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.