Kabinett Briand IV

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Das vierte Kabinett Briand war eine Regierung der Dritten Französischen Republik. Es wurde am 18. Februar 1913 von Premierminister (Président du Conseil) Aristide Briand gebildet und löste das Kabinett Briand III ab. Es handelte sich nur um eine formelle Kabinettsbildung, da Raymond Poincaré am 18. Februar 1913 als Nachfolger von Armand Fallières das Amt des Staatspräsidenten angetreten hatte. Das Kabinett Briand IV selbst blieb im Vergleich zum Kabinett Briand III in allen Ämtern unverändert. Es blieb bis zum 22. März 1913 im Amt und wurde daraufhin vom Kabinett Barthou abgelöst.

Aristide Briand war von 1909 bis 1911, 1913, 1915 bis 1917, 1921 bis 1922, 1925 bis 1926 sowie 1929 sechs Mal Premierminister Frankreichs und bildete in dieser Zeit elf Kabinette

Dem Kabinett gehörten Minister der Parti républicain-socialiste (PRS), Parti républicain démocratique (PRD), Parti républicain, radical et radical-socialiste (PRRSS) sowie der Radicaux indépendants (RI) an.

Kabinett

Dem Kabinett gehörten folgende Minister an:

Weitere Informationen Amt, Name ...
AmtNameParteiBeginn der AmtszeitEnde der Amtszeit
PremierministerAristide BriandPRS18. Februar 191322. März 1913
AußenministerCharles JonnartPRD18. Februar 191322. März 1913
KolonialministerJean MorelPRRRS18. Februar 191322. März 1913
KriegsministerEugène ÉtiennePRD18. Februar 191322. März 1913
Minister für öffentlichen Unterricht und schöne KünsteThéodore SteegPRRRS18. Februar 191322. März 1913
InnenministerAristide Briand18. Februar 191322. März 1913
JustizministerLouis BarthouPRD18. Februar 191322. März 1913
MarineministerPierre BaudinPRRRS18. Februar 191322. März 1913
LandwirtschaftsministerFernand DavidRI18. Februar 191322. März 1913
FinanzministerLouis-Lucien KlotzPRRRS18. Februar 191322. März 1913
Minister für Arbeit und SozialversicherungRené BesnardPRRRS18. Februar 191322. März 1913
Minister für öffentliche Arbeiten und
Minister für Post und Telegrafie
Jean DupuyPRD18. Februar 191322. März 1913
Minister für Handel und IndustrieGabriel Guist’hauPRD18. Februar 191322. März 1913
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Unterstaatssekretäre

Dem Kabinett gehörten folgende Sous-secrétaires d’État an:

  • Innenministerium und Premierminister: Paul Morel[1] (RI)
  • Schöne Künste: Léon Bérard (PRRRS)
  • Finanzministerium: Élisée Bourely[2] (PRRRS)
  • Post- und Telegraphie: Charles Chaumet (RI)

Historische Einordnung

Von der deutschen Aufrüstung besorgt, brachte Aristide Briand ein Gesetz über die Verlängerung des Militärdienstes auf drei Jahre ein.[3] dieses wurde von linken Bewegungen und Parteien energisch bekämpft[4] und konnte erst im August unter der Nachfolgeregierung Barthou verabschiedet werden.

Nachdem der Senat eine Vorlage zur Einführung eines Listenwahlrechts abgelehnt hatte, trat Briand zurück.[5]

Einzelnachweise

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