Gabriele Anderl
österreichische Historikerin und Journalistin
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Gabriele Anderl (* 1958 in Salzburg) ist eine österreichische Historikerin, Journalistin und Autorin.
Leben
Anderl absolvierte an der Universität Wien ein Studium der Afrikanistik und Völkerkunde. Sie wurde später zur Dr. phil. promoviert.[1] Anderl lebt und arbeitet als freie Wissenschaftlerin und Journalistin in Wien.[2] Sie forscht und publiziert zu zeitgeschichtlichen Themen, insbesondere zur nationalsozialistischen Beraubungs- und Vertreibungspolitik sowie der Exilforschung und Jüdischen Geschichte.[3]
Sie war ab 1999 Mitarbeiterin der Österreichischen Historikerkommission und gehört seit 2005 der Kommission für Provenienzforschung an. Des Weiteren ist sie Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.[2]
Auszeichnungen
- Käthe-Leichter-Preis (1994)[2]
- Leon-Zelman-Preis für Dialog und Verständigung (2016)[2]
- Preis der Stadt Wien für Publizistik (2020)[2]
Schriften (Auswahl)
- Wiener Kunsthandel 1938–1945. Geschädigte und Profiteure, Studien Verlag, Innsbruck (Ankündigung zu Juni 2026), ISBN 978-3-7065-5223-3.
- gemeinsam mit Evelyn Adunka: Jüdisches Ottakring und Hernals, Mandelbaum, Wien 2020, ISBN 978-3-85476-870-8.
- Jüdisches Leben in Wien-Margareten, Mandelbaum, Wien 2019, ISBN 978-3-85476-852-4.
- »9096 Leben«. Der unbekannte Judenretter Berthold Storfer, Rotbuch-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86789-156-1 (mit einem Vorwort von Arno Lustiger).
- Orte der Täter. Der NS-Terror in den „arisierten“ Wiener Rothschild-Palais, AK Wien. Hrsg. Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, Wien 2005, ISBN 978-3-7063-0344-6 (= Schriftenreihe des Instituts zur Erforschung der Geschichte der Gewerkschaften und Arbeiterkammern. Nr. 15).
- gemeinsam mit Dirk Rupnow und unter redaktioneller Mitarbeit von Alexandra-Eileen Wenck: Die Zentralstelle für jüdische Auswanderung als Beraubungsinstitution, [Österreichische Historikerkommission], Oldenbourg, Wien und München 2004, ISBN 978-3-486-56784-7.
- gemeinsam mit Walter Manoschek: Gescheiterte Flucht. Der „Kladovo-Transport“ auf dem Weg nach Palästina 1939–1942, Mandelbaum, Wien 2001, ISBN 978-3-85476-045-0.