Gabriele Oestreich
deutsche Fotografin
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Leben
Oestreich-Trivellini wuchs als Kind einer Kunsthändlerin und eines Juristen in Hamburg-Harvestehude auf; bereits als Teenagerin begann sie sich für Fotografie zu interessieren, arbeitete aber zunächst zehn Jahre lang als Fotomodell mit u. a. Aufträgen in Mailand, London und Paris. 1985 dann entschloss sie sich, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen und bewarb sich bei der Illustrierten Stern;[2] seitdem führt sie den Künstlernamen GABO.
Ihr Portraitfoto von Herbert Grönemeyer, das am 22. Mai 1986 auf der Titelseite des Stern erschien, machte sie über Nacht als Fotografin bekannt. Mehrere Fotosessions in den folgenden Jahren mit Boris Becker, später mit Barbara Becker prägten in den Folgejahren das Image des Tennisspielers.
GABO fotografierte u. a. Helmut Schmidt, Gerhard Schröder und Alice Schwarzer, Peter Ustinov, Warren Beatty, Kevin Costner und Eric Clapton, Uwe Ochsenknecht, André Eisermann und Moritz Bleibtreu, Veronica Ferres, Jasmin Tabatabai und Franka Potente; Marius Müller-Westernhagen, Nina Hagen, Campino, Rosenstolz und Peter Maffay, für den Stern, die L’Uomo Vogue, Der Spiegel und den Rolling Stone; darüber hinaus war sie Stammfotografin der deutschen Band Die Toten Hosen und lichtete ihre Mitglieder über Jahrzehnte regelmäßig ab. Die Coverfotos der Alben Reich & sexy und Love, Peace & Money entstanden in ihrem Studio, an der Regie des Videoclips zu Paradies war sie beteiligt.
Zwischendurch reiste GABO auch für eine Fotoreportage über Krokodile in den Regenwald oder fotografierte in Uganda, um über Aids zu berichten, Erotik für das Magazin Playboy und Mode für die Brigitte – gelegentlich entstanden Werbeaufnahmen für beispielsweise Audi oder die Dresdner Bank.
Dabei lehnte es GABO als Tierschützerin jedoch immer ab, Menschen in Pelzen zu fotografieren – Lieber nackt als im Pelz hieß dann auch der Slogan der Tierschutzorganisation PETA, für welche Die Toten Hosen 2002 nackt vor ihrer Kamera posierten.[3]
GABO hat einen Sohn (* 1987) und verlegte ihren Hauptwohnsitz 1999 nach Mallorca. Daneben bewohnte sie eine Wohnung in Potsdam, in der auch ihre Mutter und ihr Sohn lebten;[4] derzeit lebt sie in der Nähe Berlins auf dem Land.[5]
Ausstellungen (Auswahl)
- 2005, Galerie Camerawork Hamburg: Big Shots at Jades
- 2006: Schloss Tüssling München
- 2007, Cannes: Espace Miramar
- Lumas Editionsgalerie Berlin: Liaisons Erotiques
- 2008, Theatergalerie Bremen: GABO Analog
- 2017, Humboldt-Box Schloßplatz (Berlin): GABO FAME presented by LUMAS
- 2025, Leica-Galerie Konstanz am Bodensee: „Big Shots“ – Gabo[6]
Bildbände
- 2006: GABO: Big Shots. teNeues Kempen, ISBN 978-3-8327-9172-8
Weblinks
- gabo-photos.com: Eigene Homepage
- Faz.net 5./6. November 2011: Licht an, Augen auf. (Seite C 2)
- Literatur von und über Gabriele Oestreich im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek