Gadorf

Ort im Bezirk Waidhofen an der Thaya From Wikipedia, the free encyclopedia

Gadorf (früher auch Gaadorf oder Gadörfel) ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Vitis im Bezirk Waidhofen an der Thaya in niederösterreichischen Waldviertel.

Schnelle Fakten (Dorf) ...
Gadorf (Dorf)
Gadorf (Österreich)
Gadorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Waidhofen an der Thaya
Pol. Gemeinde Vitis  (KG Vitis)
Ortschaft Vitis
Koordinaten 48° 45′ 38″ N, 15° 10′ 50″ Of1
Höhe 521 m ü. A.
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Vitis (32219 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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BW

Geografie

Der durch Vitis fließende Jaudlingbach bildet die Grenze zwischen Vitis und Gadorf, das nordwestlich an Vitis angrenzt und früher über das Schremser Tor erreichbar war. Gadorf ist heute ein an Vitis angebauter Ortsteil und besteht im Kern aus zwei Häuserzeilen nördlich und südlich eines Angers, der vom Heinreichsbach durchflossen wird.

Geschichte

Im Jahr 1278 wurde der Ort als Lehen der Pfarre genannt, die hier über 14 Grundholde verfügte.[1] Vor allem mit der Erhebung von Vitis zum Markt, was erstmals für 1462 bezeugt ist, unterschied sich die rechtliche Stellung der Bewohner, was zu zahlreichen Streitigkeiten führte. Gadorf wurde bis ins frühe 20. Jahrhundert als eigenes Dorf geführt. Die Trennung in Markt und Gadorf wurde im Jahr 1905 aufgehoben.[2]

Während Gadorf in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrmals umfangreich erweitert wurde, erinnert heute nurmehr die Gadorfstraße an das ehemalige Dorf.

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 183 (Ausgabe 1769; Gadörfel in der Google-Buchsuche).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 12, Sektion Schrems, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,5 MB]).
  • Franz Heilsberg (Hrsg.) Geschichte des Markes Vitis, Im Auftrage der Marktgemeinde Vitis unter dem Bürgermeister Emmerich Scherzer, Selbstverlag, Zwettl 1909, Seite 20

Einzelnachweise

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