Galliumhydroxid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Galliumhydroxid ist eine chemische Verbindung des Galliums aus der Gruppe der Hydroxide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Gallium(III)-hydroxid
_ Ga3+ 0 _ OH
Allgemeines
Name Galliumhydroxid
Andere Namen
  • Galliumtrihydroxid
  • Gallium(III)-hydroxid
Verhältnisformel Ga(OH)3
Kurzbeschreibung

farblose amorphe Masse[1] oder kristalline Substanz[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12023-99-3
EG-Nummer 234-687-5
ECHA-InfoCard 100.031.521
PubChem 10154045
Wikidata Q419661
Eigenschaften
Molare Masse 120,74 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,84 g·cm−3[3]

Löslichkeit

löslich in verdünnten Mineralsäuren[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Galliumhydroxid kommt natürlich als Mineral Söhngeit vor.[6]

Gewinnung und Darstellung

Galliumhydroxid entsteht bei der Neutralisation von Gallium(III)-Salz-Lösungen.[1] Galliumhydroxid-Hydrat fällt als Kuppelprodukt der Aluminiumgewinnung an.[7]

Eigenschaften

Galliumhydroxid kommt entweder als farblose amorphe Masse[1] oder als farblose orthorhombische und pseudokubische kristalline Substanz vor.[2] Neben dem Galliumhydroxid kann auch Gallium(III)-oxid-monohydrat (GaO(OH) oder Ga2O3  H2O) als weiteres Hydroxid des Galliums (Galliumoxidhydroxid) aufgefasst werden[1], welches beim längeren Erhitzen von Galliumhydroxid bei etwa 170 °C[4], durch Erhitzen auf 900 °C bei 50 kbar unter hydrothermalen Bedingungen oder langsam durch Alterung entsteht. Bei Erhitzung über 500 °C zersetzt es sich unter Bildung von Gallium(III)-oxid.[7]

Galliumhydroxid kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem, Raumgruppe Pmn21 (Raumgruppen-Nr. 31)Vorlage:Raumgruppe/31, mit den Gitterparametern a = 7,487 Å, b = 7,438 Å und c = 7,496 Å.[8] Jedes Galliumatom wird dabei von sechs Hydroxidionen oktaedrisch koordiniert, jede Hydroxidion bindet an zwei Galliumionen.

Verwendung

Durch Reaktion mit Schwefelwasserstoff kann Gallium(III)-sulfid gewonnen werden.[9]

Einzelnachweise

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