Gallocyanin-Färbung

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Die Gallocyanin-Färbung (auch Gallocyanin-Chromalaun-Färbung) bezeichnet eine histologische Färbung von Nukleinsäuren mit Gallocyanin als Farbstoff.

Gallocyanin

Eigenschaften

Gallocyanin ist basisch bindet an basophile Strukturen wie Nukleinsäuren und andere polyanionische Moleküle und färbt sie blau.[1] Die Farbintensität ist über weite Konzentrationsbereiche linear zur Konzentration.[2] Vermutlich bindet Gallocyanin im pH-Bereich von 1,5 – 1,75 über Chromalaun an Phosphatgruppen von Nukleinsäuren.[3] Die Färbung kann bei Gewebeschnitten bis zu einer Dicke von 0,7 mm durchgeführt werden.[4] Alternativ zur Gallocyanin-Färbung kann die Feulgen-Reaktion verwendet werden.[5]

Darstellung

Gallocyanin wird mit 95%iger Ausbeute aus Gallussäure in kochendem Methanol mit einem Überschuss an p-Nitrosodimethylanilin-Hydrochlorid hergestellt.[6]

Geschichte

Gallocyanin wurde erstmals 1881 von Koechlin erzeugt.[6] Die Färbung wurde 1921 von Ernst Siegfried Becher[7] zur Färbung von Nukleinsäuren eingeführt.[8][9] Ab 1932 wurde es von Lárus Einarson weiterentwickelt.[3][10][11]

Einzelnachweise

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