Garniga Terme
italienische Gemeinde
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Garniga Terme ist eine italienische Gemeinde mit 390 Einwohnern in der Provinz Trient, gelegen auf dem Monte Bondone in 800 m Höhe.
| Garniga Terme | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Trentino-Südtirol | |
| Provinz | Trient (TN) | |
| Koordinaten | 46° 0′ N, 11° 5′ O | |
| Höhe | 810 m s.l.m. | |
| Fläche | 13,07 km² | |
| Einwohner | 414 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 38060 | |
| Vorwahl | 0461 | |
| ISTAT-Nummer | 022091 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Garnigheri | |
| Schutzpatron | Heiligstes Herz Jesu | |
| Website | Garniga Terme | |
Geschichte
Die Herkunft des Namens „Garniga“ ist umstritten, oft wird eine Ableitung vom deutschen „gar nichts“ angenommen. Im 12. oder 13. Jahrhundert kamen deutsche Bergleute in das Gebiet, um nach Bodenschätzen zu suchen. Da sie nichts fanden, blieb der Name „gar nichts“ bestehen. Diese Siedler blieben jedoch vor Ort und wurden zu Bauern, Hirten und Holzfällern.
Die Nutzung der Wälder war lange Zeit die wirtschaftliche Grundlage des Dorfes, insbesondere der Handel mit Brennholz, Kalk und Holzkohle. Aufgrund der deutschen Einwanderung entwickelte sich eine kleine deutschsprachige Sprachinsel, ähnlich wie in anderen Teilen des Trentino. Dass die ersten Siedler fast alle Deutsch sprachen, belegen zahlreiche Ortsnamen, die in Dokumenten aus dem 13. und 14. Jahrhundert auftauchen. Max Sittich von Wolkenstein schrieb um 1600 über Garniga: „da reed man di grobe sprach teisch und Welsch; ein starkes und asketisches Volk“[2] . Bei einer Untersuchung der deutschen Ortsnamen von Garniga wurden über 70 Namen identifiziert. Einige Beispiele: Bisler: Wiesen und Felder des Weilers Valle, von Wiesele/Bisele oder vom Familiennamen Wisler; Gatter: Weiler von Garniga, von gater (mittelhochdeutsch) oder vom Tiroler gatter; Postal: Pra' postal burc-stal; Tambalt: Wald an der Roggia del Bondone, von Tannwald: Tannenwald. Coseri: Siedlung oberhalb von Garniga Vecchia, abgeleitet vom lokalen Familiennamen Coser, der wiederum vom Tiroler Familiennamen Gasser/Gosser stammt.[3]
Die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes begann erst 1956 mit dem Bau einer Straße ins Tal, wodurch viele Einwohner neue Berufe ergriffen.
Wappen und Symbole
Das Gemeindewappen, 1994 offiziell anerkannt, zeigt einen Tannenbaum mit drei Sternen, den Monte Bondone mit einer Sonne sowie eine blühende Arnika-Pflanze.
Sehenswürdigkeiten
Kirche Sant’Osvaldo: Eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit barocken Elementen. Thermalbäder: Garniga war bekannt für Kräuterbäder zur Behandlung von Rheuma und Gelenkschmerzen. Die Thermen wurden jedoch vor einigen Jahren geschlossen und sind nun im Besitz der Provinz Trient.
