Gauchsmühle (Langenzenn)
Ortsteil von Langenzenn
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gauchsmühle (fränkisch: Gaugs-miel[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Gauchsmühle liegt in der Gemarkung Langenzenn.[4]
Gauchsmühle Stadt Langenzenn | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 30′ N, 10° 46′ O |
| Höhe: | 308 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90579 |
| Vorwahl: | 09101 |
Geographie
Die Einöde liegt am Südufer der Zenn. Die Windsheimer Straße (= Kreisstraße FÜ 11) führt zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 8 (0,1 km südwestlich) bzw. nach Langenzenn (0,8 km östlich). Südlich der Anschlussstelle befindet sich die Gewerbegebiet Süd 5 (Mühlleite).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Salbuch des Amtes Cadolzburg von 1414 als „Gawchsmulen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Übername „Gouch“ (= Kuckuck, Tor, Narr), eine Eigenschaft, die der erste Mühlenbesitzer gehabt haben muss.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gauchsmühle zur Realgemeinde Langenzenn. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.[7] Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Gauchsmühle die Hausnummer 155 des Ortes Langenzenn.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gauchsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Langenzenn und der im selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Langenzenn zugeordnet.[8][9]
Baudenkmal
- Gauchsmühle 1: Wohn- und Mühlengebäude mit Scheune[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Marien (Langenzenn) gepfarrt.[21]
Literatur
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 195.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 135 (Digitalisat). Ebd. S. 230 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1963, DNB 455524629, S. 41–42.
Weblinks
- Gauchsmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Gauchsmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 21. September 2019.
- Gauchsmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.