Gazeta Express
Zeitung
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Gazeta Express ist ein kosovarisches Nachrichtenportal, das 2005 als gedruckte Tageszeitung gegründet und 2013 vollständig auf ein digitales Format umgestellt wurde, wobei die Trägergesellschaft Media Works sh.p.k. seit ihrer Gründung im Jahr 2004 mehrfache Eigentümerwechsel durchlief, zuletzt zur niederländischen Media A.B.C. Holding B.V. Das Portal gilt als eines der reichweitenstärksten Onlinemedien im albanischsprachigen Raum, wurde jedoch aufgrund seiner historischen Nähe zur Partia Demokratike e Kosovës (PDK) sowie wiederholter Verstöße gegen journalistische Standards Gegenstand politischer Kontroversen und Beschwerden beim Presserat des Kosovo.

Geschichte und Entwicklung
Gründung und Anfänge
Die Trägergesellschaft Media Works sh.p.k. wurde am 2. November 2004 bei der kosovarischen Geschäftsregistrierungsagentur ARBK eingetragen. Die Gründung erfolgte durch das private Telekommunikationsunternehmen IPKO Telecommunications LLC in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Journalisten und Redakteuren.[1] Im Jahr 2006 erwarb Telekom Slovenije IPKO für 19 Millionen Euro, die bis 2018 schrittweise alle verbleibenden Anteile übernahm und alleiniger Eigentümer von IPKO wurde.[2]
Die Gazeta Express selbst startete im Jahr 2005 als gedruckte Tageszeitung. Die Gründergruppe bestand aus Berat Buzhala, Petrit Selimi, Dukagjin Gorani, Ilir Mirena, Astrit Gashi, Arlinda Desku, Gjergj Filipaj und weiteren Personen.[2] Das europäische Nachrichtenportal Voxeurop beschrieb die Zeitung als ein Medium, das sich durch investigative Berichterstattung und Meinungsbeiträge von anderen kosovarischen Medien absetzte.[3] Laut der Selbstdarstellung des Mediums wurden Artikel und Bildmaterial der Gazeta Express wiederholt von internationalen Medien wie der New York Times, dem Time Magazine, dem Economist, der Associated Press und Reuters als Quellen für die Berichterstattung aus dem Kosovo herangezogen.[4]
Digitalisierung
Am 20. November 2008 hatte die Gesellschaft Media Works sh.p.k. bereits das Online-Zeitung GazetaExpress.com als Kombination aus Onlinezeitung und Nachrichtenportal eingeführt. Am 22. März 2013 stellte die Gazeta Express ihre gedruckte Ausgabe vollständig ein und erschien fortan ausschließlich in elektronischer Form.[5] In einem Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) aus dem Jahr 2014 wird die Gazeta Express als dasjenige kosovarische Medium aufgeführt, das 2013 von der Printausgabe auf ein reines Onlineformat umgestellt hat.[6]
Leonard Kërquku, zum damaligen Zeitpunkt Chefredakteur, begründete die Einstellung der Druckausgabe als strategische Entscheidung der Medienverantwortlichen. Laut Kërquku informierten sich zum Zeitpunkt der Entscheidung rund 17 Prozent der kosovarischen Bevölkerung über das Internet und lediglich zwei Prozent über gedruckte Zeitungen, weswegen Gazeta Express seine finanziellen und personellen Ressourcen vollständig auf das Onlineportal konzentriere.[7] In einer akademischen Studie der University for Business and Technology (UBT) in Pristina aus dem Jahr 2018 wird festgehalten, dass die Gazeta Express im Juni 2014, ein Jahr nach der vollständigen Umstellung, bereits rund 14.000 tägliche Besucher verzeichnete, während diese Zahl bis Januar 2017 auf über drei Millionen monatliche Besucher beziehungsweise rund 105.000 tägliche Leser angestiegen war. Dieselbe Studie ergab anhand einer Befragung von 500 Personen, dass GazetaExpress.com mit 34 Prozent der Nennungen das meistgelesene Onlinemedium im Kosovo war, gefolgt von Telegrafi.com mit 25 Prozent.[5]
Die LinkedIn-Selbstdarstellung der Gazeta Express bezeichnet das Medium als „meistgelesenes Portal nicht nur in den albanischen Gebieten, sondern im gesamten Balkan“ mit regelmäßigen Lesern in der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Vereinigten Staaten.[8] Laut einem Bericht des South East European Network for Professionalization of Media (SEENPM) aus dem Jahr 2020 hatte das Portal in Spitzenzeiten rund 800.000 tägliche Seitenaufrufe im Balkan verzeichnet und war durch die Verwendung sämtlicher sozialer Medien zur Verbreitung von Inhalten aufgefallen. Im selben Bericht wird der Facebook-Auftritt der Gazeta Express mit 1,2 Millionen Followern als der reichweitenstärkste aller kosovarischen Medien aufgeführt.[9] Ein Profil der Plattform AidData zur Medienlandschaft im Kosovo bestätigt, dass Gazetaexpress.com das meistbesuchte Nachrichtenportal im Kosovo ist und darüber hinaus in Albanien, Nordmazedonien und Serbien an Popularität gewonnen hat.[10]
Eigentumsgeschichte
Die Eigentumsgeschichte der Gazeta Express und ihrer Trägergesellschaft Media Works sh.p.k. ist durch mehrere Eigentümerwechsel gekennzeichnet.
Von der Gründung im Jahr 2004 bis zum 18. Dezember 2013 befand sich Media Works sh.p.k. zu 100 Prozent im Eigentum von IPKO Telecommunications LLC. IPKO war zu diesem Zeitpunkt bereits mehrheitlich im Besitz von Telekom Slovenije.[1]
Vom 18. Dezember 2013 bis zum 23. Januar 2015 hielt Ilir Mirena 100 Prozent der Anteile an Media Works. Am 23. Januar 2015 änderte sich die Gesellschafterstruktur: Berat Buzhala, Vjollca Musa, Ilir Mirena und Artan Lahaj hielten jeweils 23,5 Prozent und Leonard Kërquku 6 Prozent.[2]
Am 1. April 2018 wurden die Anteile von Ilir Mirena von den übrigen Gesellschaftern übernommen und umverteilt. Von April 2018 bis April 2021 war Berat Buzhala mit 35 Prozent größter Einzelaktionär, gefolgt von Vjollca Musa (25 Prozent), Artan Lahaj (25 Prozent), Leonard Kërquku (10 Prozent), Shpend Limoni (2,5 Prozent) und Arben Hyseni (2,5 Prozent). Der Gesamtwert der Gesellschafteranteile betrug 1.613.901 Euro.[2]
Am 27. April 2021 verkauften sämtliche Anteilseigner die Gesellschaft Media Works sh.p.k. an die in Albanien ansässige A.B.C. Management sh.p.k. zum Preis von 1.182.500 Euro. Die A.B.C. Management sh.p.k. war 2019 von der griechischen Staatsbürgerin Efthymia Gkouma gegründet worden und war gleichzeitig Eigentümerin des albanischen Senders ABC News.[11]
Am 7. April 2022 verkaufte Efthymia Gkouma 100 Prozent der Anteile an der A.B.C. Management sh.p.k. an die niederländische Gesellschaft Media A.B.C. Holding B.V. zum Preis von lediglich 100 Euro. Am 7. Oktober 2022 übertrug die A.B.C. Management sh.p.k. die Anteile an Media Works sh.p.k. an ihre Muttergesellschaft Media A.B.C. Holding B.V. für 1.182.500 Euro. Laut Dokumenten bei der kosovarischen Geschäftsregistrierungsagentur ARBK wurde der Kaufvertrag von Nikita Vinogradov im Namen der Eigentümer der niederländischen Gesellschaft genehmigt. Als alleiniger Gesellschafter der Media A.B.C. Holding B.V. wird in den Dokumenten die niederländische Stiftung Stichting Administratiekantoor Monet Bis benannt.[2]
Media Works hatte 2023 einen Antrag auf Genehmigung des Eigentümerwechsels bei der Unabhängigen Medienkommission (IMC) des Kosovo gestellt, dessen Genehmigung Stand 2025 noch aussteht. Laut den Antworten der IMC sind die Gesellschafter der Media A.B.C. Holding B.V. (Registrierungsnummer 85264679, Amsterdam) albanische Staatsbürger, darunter Iris und Klodian Allajbeu. Das Grundkapital der Media Works sh.p.k. betrug 2023 1.613.901 Euro, und die Gesellschaft beschäftigt laut Daten des kosovarischen Geschäftsregisters 36 Mitarbeiter.[1]
Organisation und Angebot
Unternehmensstruktur
Die Gesellschaft Media Works sh.p.k. ist Eigentümerin von zwei Tochtergesellschaften: der Gazeta Express sh.p.k., unter der das Portal Gazetaexpress.com operiert, und der T7 sh.p.k., unter der der Fernsehsender T7 betrieben wird. Die Eigentümerin der Media Works sh.p.k. ist die in den Niederlanden registrierte Media A.B.C. Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam. Die Geschäftsadresse der Media Works sh.p.k. befindet sich an der Magistrale Pristina–Ferizaj in Gračanica (Kosovo).
Fernsehsender T7
Neben dem Onlineportal gehört seit 2018 der Fernsehsender Televizioni 7 (T7) zum Medienverbund von Media Works. Am 26. Februar 2018 erteilte die Unabhängige Medienkommission (IMC) dem Sender T7 die Lizenz zur Bereitstellung audiovisueller Mediendienste über die Kabelverteilernetze des Kosovo. T7 wurde von Berat Buzhala und Leonard Kërquku gegründet und nahm am 16. März 2018 den Sendebetrieb auf.[11]
Vor der Gründung von T7 hatte die Gazeta Express bereits eine Reihe von Fernsehsendungen produziert, die über andere Sender sowie YouTube ausgestrahlt worden waren, darunter die Formate Komiteti, Zona Express, Express Rozë und MeShukin. Das Format Komiteti wurde zeitweilig auf dem öffentlich-rechtlichen Sender Radio Televizioni i Kosovës (RTK) ausgestrahlt.[2]
Der Sender T7 erlangte kurzzeitig einen Platz unter den zehn meistgesehenen Fernsehsendern im Kosovo. Das journalistische und redaktionelle Kernteam des Senders stammte ursprünglich aus der Redaktion des Portals Gazeta Express.[11] Berat Buzhala war bis November 2021 bei T7 und Gazeta Express tätig, bevor er sich neuen Projekten zuwandte,[12] darunter der Gründung des digitalen Nachrichtenportals Nacionale im Jahr 2021.[13]
Redaktionelle Leitung
Der erste Chefredakteur der Gazeta Express war Dukagjin Gorani, ein erfahrener Journalist, der zuvor unter anderem als leitender Redakteur bei der Tageszeitung Koha Ditore und als Nachrichtendirektor beim Fernsehsender Kohavision (KTV) gearbeitet hatte.[14] Gorani bekleidete das Amt des Chefredakteurs von 2005 bis 2007.[2] Im Jahr 2008 wurde er zum politischen Berater des damaligen Premierministers Hashim Thaçi ernannt.[15] Später trat er der Partei Lëvizja Vetëvendosje! bei und wurde Mitglied des kosovarischen Parlaments in der Legislaturperiode 2017–2019.[16]
Auf Gorani folgte 2007 Berat Buzhala als Chefredakteur.[2] Buzhala (* 1975) hatte seine journalistische Laufbahn im Jahr 2000 bei der Tageszeitung Zëri i Popullit begonnen und war anschließend bei Koha Ditore und der Zeitung Lajm tätig gewesen.[17]
Als erster Geschäftsführer der Gesellschaft fungierte Petrit Selimi (2005), der zuvor als Medienbeauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Kosovo tätig gewesen war.[14] Auf Selimi folgte Baton Haxhiu (ab 2007) und anschließend Shpend Jakupi (ab 2010).[1] Seit 2021 ist Leonard Kërquku Geschäftsführer der Media Works sh.p.k., während Shpend Limoni als Chefredakteur fungiert.[2] Kërquku war zwischen 2006 und 2016 selbst Chefredakteur der Zeitung gewesen und ist ferner Autor und Moderator der Debattensendung Pressing auf dem zum gleichen Medienkonzern gehörenden Fernsehsender T7.[11]
Inhaltliches Profil und Reichweite
Die Gazeta Express deckt thematisch die Bereiche Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport, Gesundheit und Technologie ab.[4] Das Portal richtet sich primär an albanischsprachige Leser im Kosovo, in Albanien, Nordmazedonien und in der Diaspora in westeuropäischen Ländern und den Vereinigten Staaten. Die mehrsprachigen Ausgaben in Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch erweitern die Leserschaft über den albanischsprachigen Raum hinaus.
In einer Studie der Digital Rights Kosovo aus dem Jahr 2017 wird die Gazeta Express neben Indeksonline, Telegrafi, Kallxo.com und Koha Ditore als eines der „meistbesuchten und anerkanntesten Onlinemedien“ im Kosovo aufgeführt.[18] Der Bericht des South East European Network for Professionalization of Media (SEENPM) von 2020 charakterisiert das Medium als agendasetzendes Portal, das politische Berichterstattung mit Elementen der Boulevard- und Prominentenberichterstattung verbinde.[19]
Politische Verwicklungen
Politische Verbindungen
Im Jahr 2010 traten mehrere der ursprünglichen Gründer und führenden Persönlichkeiten der Gazeta Express der Partia Demokratike e Kosovës (PDK) bei, die zu diesem Zeitpunkt von Premierminister Hashim Thaçi geführt wurde.[2] Berat Buzhala wurde bei den Parlamentswahlen 2010/11 als Abgeordneter der PDK in die Versammlung des Kosovo gewählt und übte dieses Mandat von 2011 bis 2014 aus.[20] Petrit Selimi wurde zum stellvertretenden Minister im Außenministerium des Kosovo ernannt und bekleidete diese Position von 2010 bis 2016.[21] Kurzzeitig fungierte er auch als Außenminister während der Regierungskoalition von der Lidhja Demokratike e Kosovës (LDK) und der PDK unter Premierminister Isa Mustafa.[22] Ilir Mirena wurde 2011 zum stellvertretenden Minister im Ministerium für Umwelt und Raumplanung unter der Regierung Thaçi ernannt.[2]
Das europäische Presseschauportal Voxeurop ordnete die Gazeta Express als der regierenden PDK nahestehend ein.[3] Dumont et al. vermerken in ihrer empirischen Studie Kosovo: Profile of Media Ownership and Potential Foreign Influence Channels, herausgegeben von AidData, dass der Direktor der Gazeta Express, Berat Buzhala, ein ehemaliger PDK-Abgeordneter ist.[10]
Kontroversen
Einordnung als Desinformationskanal
In einer 2021 veröffentlichten Studie des Europäischen Parlaments mit dem Titel Mapping Fake News and Disinformation in the Western Balkans and Identifying Ways to Effectively Counter Them wird die Gazeta Express im Abschnitt über den Kosovo als einer der „key disinformation channels“ (zentrale Desinformationskanäle) im Land identifiziert. Die Studie, die den Zeitraum 2018 bis 2020 abdeckt und unter anderem auf der Analyse von Social-Media-Daten basiert, stellt fest, dass Desinformation im Kosovo überwiegend von inländischen Akteuren für inländische Zwecke produziert und verbreitet werde und dabei opportunistisch von verschiedenen politischen Seiten eingesetzt werde.[23] Gegen die Einordnung in dieser Studie gab es Widerspruch seitens kosovarischer Politiker. So bezeichnete der Vorsitzende der Lidhja Demokratike e Kosovës (LDK), Isa Mustafa, die Studie als „manipulatives Material“.[24]
Beschwerden vor dem Presserat des Kosovo
Gegen die Gazeta Express wurden mehrfach Beschwerden beim Presserat des Kosovo (PCK) eingereicht. Im Oktober 2025 befand der Presserat eine Beschwerde der Organisation NGO Aktiv gegen Gazetaexpress.com und weitere Portale als teilweise begründet. Der Presserat stellte fest, dass mehrere Portale gegen Kapitel IV des kosovarischen Pressekodex – das Recht auf Gegendarstellung – verstoßen hatten, indem sie die betroffene Organisation vor der Veröffentlichung nicht kontaktiert hatten.[25] Im Juli 2024 wurden ebenfalls formelle Beschwerden gegen die Gazeta Express und andere Medien beim Presserat eingereicht, die Verstöße gegen ethische Kapitel des Pressekodex zum Gegenstand hatten.[26]
Politischer Druck und Sicherheitsvorfälle
Im August 2019 veröffentlichte die Partia Demokratike e Kosovës (PDK) eine Pressemitteilung, in der sie die Bürger des Kosovo öffentlich aufforderte, den Nachrichten der Gazeta Express keinen Glauben zu schenken. Die PDK bezeichnete das Portal als ein Medium, das „mit einer unverständlichen Feindseligkeit den Zweck verfolge, der PDK zu schaden“.[27] Die Regionale Plattform für die Förderung der Medienfreiheit und Sicherheit von Journalisten im Westbalkan, die mehr als 8.000 Medienangehörige vertritt, verurteilte die Aufforderung der PDK als „flagranten Eingriff in ein Medium“ und als direkte Druckausübung auf die redaktionelle Politik.[28] Die Vereinigung der Journalisten des Kosovo (AGK) hatte bereits im Mai 2019 eine Reaktion veröffentlicht, nachdem der PDK-Vorsitzende Kadri Veseli den Chefredakteur der Gazeta Express, Leonard Kërquku, telefonisch unter Druck gesetzt hatte.[29]
Im Oktober 2020 verschaffte sich Naser Gashi, in der Öffentlichkeit als Naser Qeli bekannt, gewaltsam Zutritt zu den Redaktionsräumen der Gazeta Express in Pristina und drohte Journalisten mit dem Tod, weil er mit der Berichterstattung über sein Privatleben unzufrieden war. Die Polizei wurde verständigt. Gashi wurde befragt und für 48 Stunden festgenommen.[30] Das Netzwerk SafeJournalists, das die AGK als Mitgliedsorganisation einschließt, bezeichnete den Vorfall als einen der schwerwiegendsten Fälle im Kosovo neben einem Brandanschlag auf das Auto eines Journalisten des Portals Reporteri.net im Juni desselben Jahres.[31]
Im Februar 2022 wandten sich das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) und weitere Medienorganisationen in einem Schreiben an die Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, und Premierminister Albin Kurti, in dem sie ein Ende der diskreditierenden und herabsetzenden Sprache gegenüber Journalisten forderten, die von Funktionären der Partei Lëvizja Vetëvendosje! und dem Präsidialamt ausgegangen sei.[32] Im August 2024 kritisierte die AGK einen öffentlichen Aufruf der Präsidentin Osmani, Ermittlungen gegen die Zeitung Nacionale und deren Direktor Berat Buzhala einzuleiten, als „gefährlichen und inakzeptablen Präzedenzfall“ und verwies darauf, dass die Präsidentin bei Unzufriedenheit mit der Berichterstattung eine Beschwerde beim Presserat des Kosovo einreichen solle.[33]