Genomamplifikation
Methoden zur Vervielfältigung von genomischer DNA
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Die Genomamplifikation (engl. whole genome amplification, WGA) bezeichnet biochemische Methoden zur Vervielfältigung (Amplifikation) von ganzen Genomen.
Eigenschaften
Methoden zur Genomamplifikation umfassen Varianten der Polymerasekettenreaktion (PCR) und der isothermalen DNA-Amplifikation.[1] Als PCR-basierte Varianten werden das Primer Extension Preamplification[2] und die Amplifikation mit degenerierten Primern (DOP-PCR) eingesetzt.[1][3] Als isothermale Variante wird die Multidisplacement Amplification (MDA) verwendet.[1][4] Weiterhin wird die Multiple Annealing and Looping-based Amplification Cycles (MALBAC) eingesetzt.[5]
Durch die Genomamplifikation können geringe DNA-Mengen (z. B. bei einer Einzelzellanalyse)[6] oder DNA von schlechter Qualität (z. B. aus FFPE-Geweben mit geringen Mengen intakter DNA) vervielfacht werden.[7] Je nach verwendeter Methode besteht eine unterschiedliche Voreingenommenheit (engl. bias) der jeweiligen DNA-Polymerase bezüglich der bevorzugt gebundenen DNA-Sequenzen.[8]
Anwendungen
Anwendungsmöglichkeiten der Genomamplifikation bestehen in der Forensik, Pränataldiagnostik, Bioterrorismus, Konservierung von klinischen Proben und der Genotypisierung.[9][10]