Gentle Monster (Film)

Film von Marie Kreutzer (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Gentle Monster ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2026 von Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer mit Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp und Catherine Deneuve.[2] Der Film wurde zu den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2026 in den Wettbewerb um die Goldene Palme eingeladen.[3][4]

TitelGentle Monster
OriginalspracheDeutsch, Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Gentle Monster
Produktionsland Österreich, Deutschland, Frankreich
Originalsprache Deutsch, Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Marie Kreutzer
Drehbuch Marie Kreutzer
Produktion
Musik Camille
Kamera Judith Kaufmann
Schnitt Ulrike Kofler
Besetzung
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Handlung

Die bekannte Konzertpianistin Lucy ist mit Philip verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn. Nach Philips Burn-out zieht die Familie in ein Landhaus in die Nähe von München, obwohl dies große finanzielle sowie berufliche Einschränkungen für Lucy bedeutet. Das ruhige und idyllische Leben zerbricht, als eines Tages die Polizei vor der Tür steht. Sämtliche elektronische Geräte Philips werden beschlagnahmt und er selbst verhört. Erschüttert sieht sich Lucy mit der Möglichkeit konfrontiert, dass er womöglich nicht der Mensch ist, für den sie ihn stets gehalten hat. Sie beginnt, nach einem Weg zu suchen, wie sie sich und ihren Sohn schützen kann. Währenddessen versucht Philip verzweifelt, die Ehe zu retten.[5]

Elsa lebt für ihren Beruf als Sonderermittlerin bei der Polizei und trägt die Verantwortung für ihren dementen Vater. Lucy und Elsa organisieren ihre Leben rund um Männer, deren dunkle Seite sie lieber nicht sehen wollen.[6][2]

Produktion und Hintergrund

Gentle Monster ist der fünfte Spielfilm der österreichischen Filmemacherin Marie Kreutzer, die auch das Drehbuch verfasste. In ihrem vorherigen preisgekrönten Kostümdrama Corsage (2022) hatte Florian Teichtmeister eine tragende Nebenrolle bekleidet. Der Schauspieler war später wegen des Besitzes und der Herstellung pornografischer Darstellungen Minderjähriger zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Neben der eigentlichen Handlung werden Ausschnitte aus Lucys Konzertauftritten gezeigt, in denen sie von Männern geschriebene Popsongs auf dekonstruierte Weise neu interpretiert. Dabei offenbare sich ihr Dilemma: die Bürde der Verantwortung für die Taten eines Mannes tragen zu müssen.[5]

Die Dreharbeiten fanden vom 15. Oktober bis zum 18. November 2025 in Deutschland und Österreich statt, gedreht wurde in Bayern, Berlin, Niederösterreich und der Steiermark.[6][7] Drehort war unter anderem Niederschleinz in Sitzendorf an der Schmida.[8] Geplant waren auch Dreharbeiten in Altaussee.[9]

Der Film wurde von der österreichischen Film AG (Produzenten Alexander Glehr und Johanna Scherz), der deutschen Komplizen Film (Produzenten Jonas Dornbach und Janine Jackowski) und der französischen Kazak Productions (Produzent Jean-Christophe Reymond) in Koproduktion mit der schwedischen Kjellson & Wik (Koproduzentin Marie Kjellson) produziert, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk, das ZDF und Arte.[2][6]

Unterstützt wurde die Produktion vom FilmFernsehFonds Bayern, von der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, dem Filmfonds Wien, dem Land Niederösterreich, von Cinestyria Filmcommission and Fonds, dem Österreichischen Filminstitut und Eurimages.[6][7]

Die Kamera führte Judith Kaufmann, die Musik stammt von Camille, die Montage verantwortete Ulrike Kofler. Das Szenenbild gestaltete Myrna Wolff, das Kostümbild Monika Buttinger, den Ton Carlo Thoss und Gustaf Berger und die Maske Sam Dopona und Verena Pellegrini.[2][6][7]

Veröffentlichung

Gentle Monster wurde am 15. Mai 2026 im Hauptwettbewerb des 79. Filmfestivals von Cannes uraufgeführt.[10] Am 4. und 5. Juli 2026 wurde der Film am Filmfest München 2026 im Wettbewerb CineMasters gezeigt.[11] Die Österreich-Premiere ist für den 7. August 2026 im Wiener Augartenkino vorgesehen.[12] Anfang September 2026 soll die Produktion am Fünf Seen Filmfestival gezeigt werden.[13]

Der deutsche und österreichische Kinostart ist für den 17. September 2026 vorgesehen.[7][14]

Rezeption

Bei Metacritic erhielt der Film am 17. Mai 2026 einen Metascore von 71 von 100 möglichen Punkten, der auf neun Rezensionen basierte.[15]

Christoph Petersen vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen. Marie Kreutzer lasse Ambivalenzen zu, die angesichts der Thematik für das Publikum nur schwer auszuhalten seien, aber es lohne sich.[16]

Alessio Vinciguerra bezeichnete den Film auf cinema-austriaco.org als doppeltes Frauenporträt von großer inszenatorischer Kraft, das das Publikum eher verwirren als überraschen dürfte. Léa Seydoux beeindrucke in der Rolle einer Mutter, die sich mit der schrecklichen Wahrheit über ihren Ehemann auseinandersetzen muss.[17]

Peter Osteried kritisierte auf kinofans.com, dass ein wichtiges, sensibles Thema in einem zähen und unschlüssigen Drama völlig verschenkt werde. Die Figuren seien alle ungreifbar, wenn nicht gar unsympathisch, oftmals auf jeden Fall unverständlich. Die überflüssige Nebenhandlung räsoniere nicht mit der Haupthandlung.[18]

Auszeichnungen und Nominierungen

Internationale Filmfestspiele von Cannes 2026

Sydney Film Festival 2026

  • Nominierung für den Sydney Film Prize[19]

Internationale Filmfestspiele von Cannes 2025

  • Auszeichnung mit dem ArteKino International Prize[20][21]

Einzelnachweise

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