Georg Brylka

polnischer Politiker, Mitglied des Sejm From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Rochus Brylka (* 24. Juli 1929 in Guttentag, Deutschland; † 17. November 2017 in Deutschland) war ein polnischer Politiker deutscher Abstammung. Er gehörte von 1991 bis 1992 dem Sejm in dessen I. Wahlperiode für das Wahlkomitee Deutsche Minderheit an.

Leben und Beruf

Georg Brylkas Heimatstadt Guttentag wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Namen Dobrodzień polnisch. Sein Vorname wurde in der Nachkriegszeit administrativ in Jerzy geändert. 1990 nahm er wieder den ursprünglichen Namen Georg an. Er studierte an der Technischen Universität Częstochowa Maschinenbau und schloss das Studium 1957 ab. Anschließend arbeitete er zunächst für das Elektromotorenwerk „Elmot“ in Świdnica. Später betrieb er auf dem Bauernhof seiner Eltern eine Motorenwerkstatt. 1993 siedelte nach Deutschland über, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Begraben wurde er jedoch in seiner Geburtsstadt Guttentag.

Politik

Brylka gehörte nach der politischen Wende in Polen dem ersten Vorstand des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen an.

Bei der ersten freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des Wahlkomitees Deutsche Minderheit im Wahlkreis der Woiwodschaft Tschenstochau in den Sejm gewählt.[1] Am 4. Juni 1992 übergab der damalige Innenminister Antoni Macierewicz dem Ältestenrat des Sejms eine Liste angeblicher ehemaliger Mitarbeiter der kommunistisch kontrollierten Geheimdienste UB und SB. Diese wurde noch am selben Tag den Medien zugespielt. Auf dieser Liste war auch Brylka aufgeführt. In der Folge legte dieser sein Abgeordnetenmandat am 19. September 1992 nieder.[2] Für ihn rückte Edward Flak mit Wirkung vom 8. Oktober 1992 in den Sejm nach.[3]

Einzelnachweise

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