Georg Retienne

deutscher Motorradrennfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Retienne (* im 19. Jahrhundert; † 8. August 1923 in Leipzig) war ein deutscher Motorradrennfahrer.

Werdegang

Georg Retienne, der aus Charlottenburg bei Berlin stammte, gehörte zu den Pionieren des Motorradsports in Deutschland. Er war ab Beginn des 20. Jahrhunderts aktiv und feierte zahlreiche Erfolge.

Einen seiner bedeutendsten Siege errang Retienne 1905 beim Kesselbergrennen, wo er als Werksfahrer für den Nürnberger Hersteller Mars antrat. Mars nutzte diesen Erfolg und veröffentlichte Werbeplakate mit Retiennes Auftritt bei diesem Rennen, untermalt vom Slogan „Bester Bergsteiger der Welt“.[1]

Im Juli 1906 belegte er beim International Cup, der in diesem Jahr in Patzau im heutigen Tschechien ausgetragen wurde, auf Progress den vierten Platz.

Georg Retienne verunglückte am 8. August 1923 bei den Deutschen Bahnmeisterschaften für Motorräder in Leipzig tödlich. Er kam mit seiner Mabeco während eines der Rennen auf der Zementbahn des Sportplatzes Leipzig in Lindenau offenbar wegen eines technischen Problems am Hinterrad zu Sturz und prallte gegen eine Mauer. Die erlittenen Blessuren wurden zunächst als nicht schwerwiegend eingestuft – offenbar hatte er nur eine leichte Kopfverletzung. Bevor Retienne ins Krankenhaus gebracht wurde, bat er, seiner Frau mitzuteilen, dass er am nächsten Tag nach Berlin zurückkehren würde. Auf dem Weg in das Krankenhaus St. Jakob verlor er das Bewusstsein und starb wenige Stunden nach dem Unfall an inneren Blutungen.[2]

Einzelnachweise

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