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Georg Viktor (Waldeck-Pyrmont)

Fürst zu Waldeck-Pyrmont From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Victor (Fürst Georg Victor zu Waldeck und Pyrmont * 14. Januar 1831 in Arolsen; † 12. Mai 1893 in Marienbad) war Fürst von Waldeck und Pyrmont vom 15. Mai 1845 bis zu seinem Tode.

Georg Victor zu Waldeck und Pyrmont
Georg Victor und Helene von Waldeck-Pyrmont mit ihren Töchtern Marie, Helene, Pauline, Emma und Sophie (um 1864)
Sterbeanzeige, 12. Mai 1893

Titel

Der vollständige Titel von Georg Victor lautete:[1][2]

Leben

Georg Viktor war der zweite Sohn und das vierte Kind des Fürsten Georg II. Heinrich zu Waldeck-Pyrmont (1789–1845) und dessen Ehefrau Emma von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym, Tochter des Fürsten Viktor II. von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym (1767–1812). Er stand zunächst bis 14. Januar 1852 unter der Vormundschaft seiner Mutter. Danach weigerte er sich, die infolge der Revolution von 1848/49 verabschiedete Verfassung Waldecks anzuerkennen, und übernahm die Regentschaft erst nach einer ihm genehmen Verfassungsänderung am 17. August 1852.[2][1]

1857 stiftete Georg Victor eine Verdienstmedaille und wandelte sie 1871 in den Verdienstorden von Waldeck und Pyrmont um. Der Orden konnte für zivile oder militärische Verdienste verliehen werden und wurde häufig an Personen vergeben, die sich um das Fürstenhaus oder das Land verdient gemacht hatten.

Im Deutschen Krieg stand er auf der Seite Preußens. Er bot sein Land Preußen zur Annexion an, dieses hatte das benachbarte Kurhessen nach dieser militärischen Auseinandersetzung annektiert. Bismarck lehnte diese Offerte aber ab. Anschließend trat ein mehrmals verlängerter Akzessionsvertrag mit Preußen in Kraft. Den Vertrag von 1887 unterschrieb Waldecks Landesdirektor Johannes von Saldern.

In der Preußischen Armee bekleidete Georg Victor den Rang eines Generals der Infanterie. Er war ab 1. Februar 1868[3] Ritter des Schwarzen Adlerordens und zudem Chef des 3. Kurhessischen Infanterie-Regiments Nr. 83.

Georg Victor zu Waldeck und Pyrmont verstarb am 12. Mai 1893 infolge einer Lungenentzündung in Marienbad.[4]

Auszeichnungen

Ehen und Nachkommen

Fürst Georg Victor heiratete am 26. September 1853 Prinzessin Helene von Nassau, Tochter des Herzogs Wilhelm von Nassau. Nach deren Tod heiratete er am 29. April 1891 Prinzessin Louise zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, die Tochter des Herzogs Friedrich.[2][1]

Kinder aus erster Ehe:

⚭ 7. Januar 1879 König Wilhelm III. der Niederlande, Großherzog von Luxemburg

Kind aus zweiter Ehe:

  • Wolrad Friedrich (* 26. Juni 1892; † 14. Oktober 1914), gefallen bei Moorslede in Belgien

Rezeption

Nach Georg Viktor benannt wurden die Bad Wildunger Georg-Viktor-Quelle (1856) und der Korbacher Georg-Viktor-Turm (1905).

Literatur

Commons: Georg Viktor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Weitere Informationen Vorgänger, Amt ...
VorgängerAmtNachfolger
Georg II.Fürst von Waldeck-Pyrmont
1845–1893
Friedrich
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Einzelnachweise

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