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Geranylnitril

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Geranylnitril ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Nitrile und wird als Duftstoff eingesetzt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 3,7-Dimethylocta-2,6-diennitril
Strukturformel des (E)-Isomers
Allgemeines
Name Geranylnitril
Andere Namen
  • 3,7-Dimethylocta-2,6-diennitril
Summenformel C10H15N
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbe Flüssigkeit[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 225-918-0
ECHA-InfoCard 100.023.562
PubChem 21768
ChemSpider 20458
Wikidata Q27292453
Eigenschaften
Molare Masse 149,24 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,853 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

< −50 °C[1]

Siedepunkt

260 °C[1]

Dampfdruck

3,7 Pa (20 °C)[1]

Brechungsindex

1,475 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 340​‐​411
P: 201​‐​273​‐​308+313​‐​391​‐​405​‐​501[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Geranylnitril kommt zu knapp 4 % im ätherischen Öl aus Heracleum transcaucasium (Gattung Bärenklau) vor.[5]

Gewinnung und Darstellung

Geranylnitril kann aus Citral (1) durch die Reaktion mit Hydroxylamin zu Citraloxim (2) und dessen Dehydratisierung, beispielsweise mit Acetanhydrid gewonnen werden.[6]

Des Weiteren kann Geranylnitril aus 6-Methyl-5-hepten-2-on (3) durch Doebner-Reaktion mit Cyanessigsäure (4) unter Dehydratisierung und anschließender Decarboxylierung des Zwischenprodukts 5 hergestellt werden.[7][8]

Andere Synthesemöglichkeiten sind die Kondensation von 6-Methyl-5-hepten-2-on (3) mit Acetonitril[9] und die Ammoxidation von Citral mit Ammoniak und Wasserstoffperoxid an einem Katalysator aus Kupfer(I)-chlorid.[10]

Eigenschaften

Geranylnitril ist eine farblose bis gelbe Flüssigkeit[1][2] und weist einen zitrusartigen Geruch auf.[11]

Verwendung

3,7-Dimethylocta-2,6-diennitril wird seit den 1940er Jahren[2] als Geruchsstoff verwendet.[8] Die weltweite Verwendungsmenge liegt zwischen 100 und 1000 Tonnen pro Jahr.[11] Beispielsweise gibt ein Bericht aus dem Jahr 2001 eine Jahresverwendungsmenge von 238 Tonnen an.[12]

Metabolismus und Toxikologie

Die Umwandlung durch menschliche Hepatocyten wurde in vitro untersucht. Die Haupt-Umwandlungswege sind dabei die Epoxidierung der Doppelbindung an Position 6 und Konjugation mit Glutathion, die Oxidation der terminalen Methylgruppe zur Carbonsäure und die Hydroxylierung an Position 5.[13] Als Duftstoffe verwendete Nitrile weisen zum Teil eine relevante Toxizität auf, die in vielen Fällen auf der Freisetzung von Cyanid beruht, beispielsweise bei Phenylacetonitril. In einer Untersuchung von Geranylnitril konnte jedoch keine metabolische Bildung von Cyanid festgestellt werden.[12]

Einzelnachweise

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