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Gerhard von Pelet-Narbonne

preußischer Generalleutnant und Militärschriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Friedrich von Pelet, seit 1886 von Pelet-Narbonne (* 8. Februar 1840 in Friedeberg; † 11. Oktober 1909 in Charlottenburg) war ein preußischer Generalleutnant und Militärschriftsteller.

Leben

Herkunft

Gerhard entstammte der II. Linie des preußischen Adelsgeschlechts von Pelet. Er war ein Sohn des Karl von Pelet (1812–1885), Gutsbesitzer auf Polanowice im westpreußischen Kreis Hohensalza, und dessen erster Ehefrau Agnes, geborene von Witzleben. Die Ehe der Eltern wurde geschieden. Der spätere Generalleutnant Raimund von Pelet-Narbonne (1856–1914) war ein Halbbruder aus der zweiten Ehe des Vaters mit der aus Norwegen stammenden Johanna Vjerk. Ebenfalls aus dieser Ehe stammt seine Schwester Leonie (* 1859) die den späteren Generalleutnant Maximilian von Wrochem (1847–1934) heiratete. Der Generalmajor Karl von Pelet ist ein Onkel des Vaters. Die Familie erhielt am 8. Oktober 1886 die preußische Genehmigung zum Führen des Namens „von Pelet-Narbonne“.

Militärkarriere

Nach seiner Erziehung im Kadettenkorps wurde Pelet am 2. Mai 1857 als charakterisierter Portepeefähnrich im 4. Ulanen-Regiment der Preußischen Armee angestellt. Er avancierte im Februar 1858 zum Sekondeleutnant, absolvierte die Kriegsakademie und nahm 1866 als Adjutant beim Generalkommando des II. Armee-Korps am Deutschen Krieg teil. Als Rittmeister im 6. Ulanen-Regiment kämpfte Pelet 1870/71 im Krieg gegen Frankreich. Von 1875 bis 1878 war er im Kriegsministerium tätig, stieg bis 1881 zum Oberstleutnant auf und wurde Kommandeur des Hannoverschen Husaren-Regiments Nr. 15. Daran schlossen sich Verwendungen als Kommandeur der 15., 30. und der 33. Kavallerie-Brigade an, bis man ihn am 29. Juni 1891 mit der Führung der 1. Division in Königsberg beauftragte. Im gleichen Jahr wurde Pelet mit der Beförderung zum Generalleutnant zum Kommandeur der Division ernannt. In dieser Eigenschaft erhielt er im September 1893 anlässlich der Herbstübungen des VIII. und XVI. Armee-Korps den Kronenorden I. Klasse und nahm am 14. Mai 1894 seinen Abschied.[1]

Bereits während seiner aktiven Dienstzeit hatte sich Pelet als Militärschriftsteller betätigt. Er publizierte u. a. im Militär-Wochenblatt und war Herausgeber der durch Heinrich von Löbell ins Leben gerufenen Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen.

Wer deutsch fühle und ein nationales Herz habe, dürfe weder die Sozialdemokraten noch die Zentrumspartei wählen, meinte Pelet-Narbonne vor den Reichstagswahlen 1907.[2]

Gerhard von Pelet-Narbonne starb am 11. Oktober 1909 im Alter von 69 Jahren in seiner Wohnung in der Kantstraße in Charlottenburg. Die Beisetzung erfolgte am 14. Oktober auf dem Berliner Invalidenfriedhof.[3]

Familie

Pelet heiratete am 3. September 1876 in Erfurt mit Klementine Bartels (1842–1915). Aus der Ehe gingen die Kinder Eberhard (* 1877) und Frieda (1879–1880) sowie Alice (1881–1937) hervor, die den Marineoffizier Karl von Schönberg (1872–1914) heiratete.

Schriften

  • Der Kavalleriedienst und die Wehrkräfte des Deutschen Reiches. Mittler & Sohn, Berlin 1881.
  • Der Kavallerie-Unteroffizier im inneren Dienst der Eskadron. Mittler & Sohn, Berlin 1884.
  • Das Exerzir-Reglement der Kavallerie. Mittler & Sohn, Berlin 1885.
  • Leitfaden für den Kavalleristen bei seinem Verhalten in und außer dem Dienste. Mittler & Sohn, Berlin 1887.
  • Über Erziehung und Führung der Cavallerie, sowie Übungen gemischter Truppen im Gelände. Mittler & Sohn, Berlin 1894.[4]
  • Deutsche Heerführer. 1911. (Posthum)

Literatur

Einzelnachweise

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