Gero Koch
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gero Koch (* 17. März 1935 in Ohlau; † 28. August 2012) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Koch wuchs in Hessen auf, absolvierte das Abitur in Lauterbach und trat am 1. Juli 1956 beim Grenadierlehrbataillon in Hammelburg in die Bundeswehr ein. Er besuchte im 3. Offizieranwärter-Jahrgang die Heeresoffizierschule II in Husum und die Infanterieschule in Hammelburg. 1958 war er Zugführer im Grenadierbataillon 22, dann umbenannt in Panzergrenadierbataillon 43, in Fritzlar, von Oktober 1958 bis März 1961 Offizier für Personalwesen (S 1) im Stab jenes Bataillons, von April 1961 bis März 1964 Kompaniechef im Panzergrenadierbataillon 51 in Rotenburg an der Fulda und von April 1964 bis September 1966 S 1 der Panzergrenadierbrigade 5 in Homberg (Efze).
Von 1966 bis 1968 absolvierte Koch den 9. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war er von Oktober 1968 bis März 1969 Generalstabsoffizier zur besonderen Verwendung in der 7. Panzerdivision in Unna, absolvierte vom April 1969 bis März 1970 den 7. Generalstabslehrgang an der indonesischen Führungsakademie in Bandung auf Java, war von April 1970 bis März 1973 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzergrenadierbrigade 2 in Braunschweig und von April 1973 bis März 1975 Bataillonskommandeur des Jägerbataillons 102 in Bayreuth. Von April bis September 1975 absolvierte er die Ausbildung zum Militärattaché an der Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in Bad Ems und war von Oktober 1975 bis September 1979, als Nachfolger von Egbert von Jena, Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft Bangkok, wo er für Thailand, Birma und Laos akkreditiert war. Ihm folgte Harald Edler von Braunmühl nach.[1] Danach war er von Oktober 1975 bis September 1985 Referatsleiter VI 3 (Heeresentwicklung) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.
Ab Oktober 1985 war Koch Brigadekommandeur der Panzerbrigade 34 in Koblenz und in seiner letzten Verwendung ab April 1990 Abteilungsleiter VIII und General der Infanterie im Heeresamt in Köln. Mit Ablauf des März 1995 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Koch war verheiratet und hatte eine Tochter. Er starb 2012.[2]
Auszeichnungen
- Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[2] (1978)
- Orden der Krone von Thailand[2] (Komtur, 1979)
- Weißer Elefantenorden[2] von Thailand (1979)
- Meritorious Service Medal (1989)[3]
- Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
Siehe auch
Schriften
- Bruderkriege: Fürsten, Politiker, Generale und Geheimbünde kämpfen um Vormacht (1866). Fölbach, Koblenz 2013, ISBN 978-3-934795-49-5 (historischer Roman, posthum erschienen).
- Aufstand unter dem Heckerhut: Abenteuer und Kriminalfälle im Schatten der deutschen Revolution 1848/49. Verlag Historische Abenteuer, Koblenz 2002, ISBN 978-3-00-009727-0.
- Krisenreaktionskräfte des Heeres: Forderungen an Kampf- und Unterstützungstruppen. In: Soldat und Technik. Band 36, Nr. 7, 1993, S. 401–409.
- Truppengattungen. In: Johannes Gerber (Hrsg.): Landkriegführung: Operation, Taktik, Logistik, Mittel. Biblio-Verlag, Bissendorf 1992, ISBN 978-3-7648-2407-5, S. 721–737.
- The British-German Legion, 1855–57. In: Zeitschrift für Heereskunde. Band 52, Nr. 336, 1988, S. 42–44.
- Panzeraufklärungstruppe. Aufklärung oder Kampf als Hauptaufgabe? In: Truppenpraxis. Nr. 4, 1984, S. 251 ff.
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 693–694.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1995. 10. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1995, ISBN 3-7637-5932-8, S. 75.