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Gersdorf (Markersdorf)

Ortsteil von Markersdorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Gersdorf ist ein Ortsteil von Markersdorf im Landkreis Görlitz.

Schnelle Fakten Gemeinde Markersdorf ...
Gersdorf
Gemeinde Markersdorf
Koordinaten: 51° 8′ N, 14° 51′ O
Höhe: 247 m
Fläche: 9,2 km²
Einwohner: 584 (30. Juni 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 02829
Vorwahl: 035829
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Lage

Gersdorf liegt etwa 3 km südwestlich von Markersdorf in der Oberlausitz. Der Ort hat einen Haltepunkt Gersdorf (b. Görlitz) an der Bahnstrecke Dresden–Görlitz. Im Süden verläuft die S 111 von Reichenbach/O.L. nach Görlitz.

Nachbargemeinden

Geschichte

Schloss Gersdorf

Das Waldhufendorf besaß ein Rittergut, welches der Stammsitz der Herren von Gersdorff ist. Diese werden 1241 urkundlich erstmals erwähnt und beginnen ihre Stammreihe mit dominus Christianus aduocatus provincie Gorlicensis dictus de Gerhardisdorff[2] (Herrn Christian von Gerhardsdorf, Landvogt der Provinz Görlitz). Die Familie von Gersdorff wirkte bis Ende des 16. Jahrhunderts vor Ort. Auf dem sich entwickelnden Herrensitz wurde dann 1585 ein Günther von Hermsdorf erwähnt, 1603 folgte Hans von Warnsdorf, dessen Nachfahren wiederum den Besitz an Hiob von Salza-Ebersbach veräußerten. Bis 1877 verblieb Gut Gersdorf der Familie von Nostitz, unter anderem bei Johann Carl Gotthelf von Nostitz-Drzewiecki, der in zweiter Ehe 1808 mit Henriette Louise Auguste Krug von Nidda verheiratet war. Sie erwarb Gersdorf 1810[3] für 70530 Reichstaler. 1877 ererbte die briefadelige Familie Krug von Nidda aus die Linie[4] Gatterstädt von der Tante[5] und Kirchenpatronin[6] Frau Major von Salza geborene Krug von Nidda die Besitzung offiziell. Der spätere General Karl[7] Krug von Nidda (1820–1880) war Gutsherr auf Gersdorf, auch sein Sohn mit gleichem Dienstgrad, Hans Krug von Nidda, lebte in Gersdorf bis 1922. Etwa zu dieser Zeit hatte Gut Gersdorf nach dem Gothiaschen Genealogischen Taschenbuch einen Umfang von 450 ha.[8] Letzter Schlossbesitzer, noch mit einem an Leutnant a. D. Otto Schulze verpachteten 382 ha[9] unter Leitung des Vollstreckers Oberregierungsrat Carl Ludwig Krug von Nidda mit Sitz in Berlin Besitz versehen, war als Testamentsvollstrecker der Erbengemeinschaft Krug von Nidda der Oberregierungsrat Carl Ludwig Krug von Nidda mit Wohnsitz in Berlin. Dann folgte die Bodenreform 1945.

Gersdorf war zum Landkreis Görlitz gehörig. Die Gemarkungsgröße betrug im Jahr 1895 konkret 927 Hektar. Gersdorf besaß eine Pfarrkirche. 1947 wurde der Ort Teil des Kreises Weißwasser-Görlitz und 1952 des Kreises Görlitz. Seine Eigenständigkeit verlor die Gemeinde Gersdorf im Jahr 1994 durch die Eingemeindung nach Markersdorf. Der Landkreis Görlitz ging 1994 in den niederschlesischen Oberlausitzkreis über, der zum 1. August 2008 durch die Kreisreform Sachsen 2008 zum neuen Landkreis Görlitz kam.[10]

Entwicklung der Einwohnerzahl

Holländer- oder Waltermühle (um 1846 erbaut, 1965 gesprengt)
Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
JahrEinwohnerzahl[10][11]
177713 besessene Mann, 34 Gärtner, 32 Häusler
1825588
1871645
1885696
1905647
1925615
1939598
1946919
1950932
1964737
1990632
1994610
2000702
2002694
2004659
2005652
2006637
2007628
2008642
2009621
2010 628
2011 620
2012 597
2013 586
2014 584
2015 588
2016 587
2017 580
2018 574
2019 584
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Schulen

Seit 2020 existiert eine freie Grundschule im Schloss. Träger der Schule ist die Schkola GmbH mit Sitz in Hartau.[12] Im April 2018 wurde der flankierende Verein „Blick zur Landeskrone“ gegründet.[13]

Söhne der Gemeinde

  • Adelbert Matthaei (1859–1924), Kunsthistoriker, Rektor der TH Danzig
  • Heinz Bielka (1929–2020), Zell- und Molekularbiologe sowie Direktor des Instituts für Zellphysiologie (DAW)

Literatur

Einzelnachweise

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