Geschichte der Düsseldorfer Stadtbahn
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Die Geschichte der Düsseldorfer Stadtbahn zeigt die Entwicklung der Stadtbahn in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf seit 1988. Betrieben wird sie von der Rheinbahn und teilweise der Duisburger Verkehrsgesellschaft.

Planung
Mit einer Kehrtwende bezüglich der Einschränkung des Individualverkehrs im Ruhrgebiet, das immer weniger Bedeutung in der Förderung von Braunkohle besaß, rückte der Ausbau des Straßenbahnnetzes in den Fokus. Damit einhergehend schaute man sich an Beispielen wie New York und London, aber auch Berlin an, wie man den Schienenverkehr verbessern konnte. So entschied sich Düsseldorf noch im Jahr 1969 zur Schaffung eines U-Bahnamtes.[1]
Zunächst unterschieden sich die Vorschläge deutlich von dem aktuellen Netz und man dachte noch an eine Voll-U-Bahn, die nur unter der Erde verlief. Da dies allerdings nicht finanzierbar war, entschied man sich für eine andere Lösung, vorwiegend dort, wo man ein größeres Potenzial erwartete. Zunächst fing man deshalb schnell mit dem Bau des ersten Stadtbahnabschnitts unter der Fischerstraße an.[1]
Entwicklung zur Stadtbahn
Schon in den ersten Jahren des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr waren die ersten zwei Stammstrecken (Stammstrecke 1 Duisburg – Düsseldorf und Stammstrecke 2 Neuss/Krefeld – Düsseldorf) bereits annähernd auf Stadtbahntypischem Niveau. So waren hier bereits auf den Fernbahnstrecken der ehemaligen Linien D und K die Linien 76 und 79 als hochflurige Stadtbahnen im Einsatz.
Noch ohne die offizielle Bezeichnung als Stadtbahn fuhren seit 1981 die Linien 79, 711 und 718 schon im unterirdischen Stadtbahntunnel zwischen Kennedydamm und Opernhaus. Der am 3. Oktober 1981 eröffnete Tunnel war der erste seiner Art für den innerstädtischen Schienenverkehr in Düsseldorf und bestand zunächst nur aus zwei Halten: Klever Straße und Nordstraße. Die hier verkehrenden Linien fuhren zunächst nur im Vorlaufbetrieb.[2] Dies sollte sich später noch ändern.
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 76 | Krefeld – Osterath – Büderich – Lörick – Belsenplatz – Opernhaus – Jan-Wellem-Platz – Hauptbahnhof |
| 79 | Duisburg Hauptbahnhof – Wittlaer – Kaiserswerth – Golzheim – Opernhaus – Graf-Adolf-Platz – Hauptbahnhof |
| 701 | Rath S – Jan-Wellem-Platz – Wersten – Holthausen – Benrath Btf |
| 702 | Unterrath S – Jan-Wellem-Platz – Kirchplatz |
| 703 | Bahnhof Gerresheim – Grafenberg – Jan-Wellem-Platz – Kirchplatz – (Holthausen) |
| 704 | Derendorf – Hauptbahnhof – Stoffeln |
| 705 | Hauptbahnhof – Belsenplatz – Hauptbahnhof Neuss – Neuss, Stadthalle |
| 706 | Merowingerplatz – Brehmplatz – Jan-Wellem-Platz – Am Steinberg |
| 707 | Unterrath S – Hauptbahnhof – Eller |
| 708 | Heinrichstraße – Uhlandstraße – Hauptbahnhof – Hamm |
| 709 | Grafenberg – Hauptbahnhof – Südfriedhof – Neuss, Theodor-Heuss-Platz |
| 710 | Lörick – Belsenplatz – Jan-Wellem-Platz – Oberbilk – Eller |
| 711 | Kaiserswerth – Golzheim – Opernhaus – Jan-Wellem-Platz |
| 712 | Ratingen – Oberrath – Uhlandstraße – Jan-Wellem-Platz – Volmerswerth |
| 713 | Gerresheim Mitte – Jan-Wellem-Platz – Kirchplatz |
| 714 | Rath S – Derendorf – Jan-Wellem-Platz – Am Steinberg |
| 717 | Rheinbahnhaus – Belsenplatz – Jan-Wellem-Platz – Hauptbahnhof – Holthausen |
| 718 | Rheinstadion – Golzheim – Opernhaus – Jan-Wellem-Platz – Hauptbahnhof |
| 719 | (Oberrath) – Hauptbahnhof – Südfriedhof – Neuss, Stadthalle – Hauptbahnhof Neuss |
Erste Strecken
Innenstadttunnel
Der Kern des Düsseldorfer Stadtbahnnetzes ging erst 1988 in Betrieb. Die Unterirdische Strecke von der Tonhalle bis zum Hauptbahnhof (Stammstrecke 2) verband erst einmal den Tunnel vom Kennedydamm bis zum Hauptbahnhof und später auch die linksrheinischen Stadtteile im unterirdisch mit der Innenstadt. Dabei wurde der bereits existierende ab dem Opernhaus verlängert und es entstand in der Nähe des Hofgartens der neue unterirdische Knotenpunkt Heinrich-Heine-Allee, der dem noch damaligem weiter östlich gelegenem Jan-Wellem-Platz an Bedeutung abrang. Im Zuge des Tunnelbaus mussten nun alle hier verkehrenden Linien mit Hochflurfahrzeugen verkehren. Ab diesem Punkt konnte man das Netz als Stadtbahn bezeichnen.[2]
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| 705 | Neuss, Stadthalle – NE-Hauptbahnhof |
II | 27 | 10 / 10 / 15 | |
| 717 | (Meerbusch, Hoterheide –) D-Lörick – Oberkassel (Rheinbahnhaus) – Heinrich-Heine-Allee |
II | 30 | k. A. | |
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 18 | 20 /– /– | |
| U 76 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 26 | 20 / 20 / 30 | |
| U 78 | Messe/Rheinstadion – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 15 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg Hauptbahnhof |
I | II | 35 | 10 / 10 / 15 |
Anbindung des Seesterns
Im Zuge des immer stärkeren Zuwachs des Gewerbegebiets Am Seestern in Düsseldorf-Lörick wurde die Linie 717 bis hierhin verlängert. Da dies eine kurze Neubaustrecke war, die auf keinen Bestand zurückzuführen war, wurden an den Haltestellen Am Seestern und Prinzenallee (vorher Amboßstraße) Hochflurbahnsteige gebaut. Die 717 fuhr deshalb ersatzlos nicht mehr bis Meerbusch. Trotzdem blieb die Liniennummer erst einmal erhalten.
Verlängerung nach Eller
Der nächste Schritt auf dem Weg zu einer höherwertigen U-Bahn war die Verlängerung des Innenstadttunnels ab dem Hauptbahnhof bis nach Lierenfeld. Bis jetzt fuhr die Straßenbahnlinie 707 aus Unterrath kommend über die Oststraße, genau über dem Tunnel, zum Hauptbahnhof und ab da am Worringer Platz vorbei nach Lierenfeld und mit der 715 nach Eller. Problematisch war bei der Umsetzung deshalb die Tatsache, dass sich die Stadtbahn die Strecke in Eller mit der Straßenbahn teilen musste, was einen hochflurigen Betrieb als Mischbetrieb mit Niederflur von der Sicht der Barrierefreiheit stark erschwerte. Dennoch wurde mit dem Bau angefangen.
Schließlich wurde der Tunnel im September 1993 eröffnet und die Linie 705 in U75 umbenannt,[2] ein Jahr später die 717 in U77. Nunmehr verliefen nur noch als Stadtbahnlinien eingeordnete und entsprechend bezeichnete Linien durch den Tunnel.
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 17 | 20 /– /– | |
| U 75 | Neuss, Stadthalle – NE-Hauptbahnhof |
II | 33 | 10 / 10 / 15 | |
| U 76 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 27 | 20 / 20 / 30 | |
| 717 | D-Lörick, Am Seestern – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 23 | 10 / / 15 | |
| U 78 | Messe/Rheinstadion – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 15 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg-Duissern |
I | II | 38 | 10 / 10 / 15 |
Einführung der Linie U74
Nach der Verlängerung der U77 bis Am Seestern wurde der Abschnitt bis Meerbusch nur noch von den Linie U76 (und zur HVZ auch U70) bedient. Deshalb entschied man sich dazu, die Fahrten der U77 aus Holthausen alle 20 Minuten nach Lörick und zu bestimmten Zeiten auch nach Meerbusch, Görgesheide als U74 zu verlängern. Sonntags fuhr die U77 jetzt nicht mehr.
Verlängerung nach Oberbilk
1996, bei Beginn der Bauarbeiten für die dritte Verlängerung fuhren jegliche Stadtbahnen im Stadtzentrum unterirdisch. Vom Stadtzentrum ausgenommen, aber dennoch stark frequentiert war allerdings noch der Abschnitt auf der Kölner Straße in Oberbilk, direkt hinter dem Hauptbahnhof. Hier schlängelten sich die Bahnen noch durch den dichten Verkehr, der immer wieder mal zum Erliegen kam, was sich negativ auf die Fahrzeit auswirkte. Die Lösung dafür brauchte aber noch weitere sechs Jahre.[2]
Für einen kurzen Zeitraum musste in den Jahren 2000 bis 2002 die oberirdische Bahnstrecke hier teilweise gesperrt werden. Wer dann beispielsweise aus der Innenstadt nach Holthausen musste, musste dann am Hauptbahnhof die Stadtbahnen oberirdisch von der Straße aus erreichen.[3]
Am 16. Juni 2002 konnte der Betrieb im Tunnel aufgenommen werden und die oberirdische Haltestelle Stahlwerkstraße entfiel. Gleichzeitig wurde die U79 dann zur neuen Wendeanlage an der Kaiserslauterner Straße verlängert.[2]
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 17 | 20 /– /– | |
| U 74 | (Meerbusch, Görgesheide – MB-Haus Meer –) D-Lörick – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 31 | 20 / 20 / 15 | |
| U 75 | Neuss Hauptbahnhof |
II | 28 | 10 / 10 / 15 | |
| U 76 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 28 | 20 / 20 / 30 | |
| U 77 | D-Lörick, Am Seestern – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 22 | 20 / 20 /– | |
| U 78 | Messe/Rheinstadion – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 15 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg-Duissern |
I | II | 43 | 10 / 10 / 15 |
Ausbau seit 2004
Umbau der Wendeanlage Rheinstadion

Nach Abriss des Rheinstadions im Norden der Stadt am Messegelände war ein Neubau weiter westlich im Gang. Um dennoch einen möglichst direkten Zugang zu ermöglichen, wurde die gesamte Gleisanlage umgebaut und modernisiert. Für die neue und deutlich größere Haltestelle LTU arena/Messe Nord mussten die Bahnen dann nicht mehr eine Rechtskurve drehen und es entstanden zwei Ausstiegsbahnsteig für die immer stärkeren Zuschauerströme bei Veranstaltungen. Später wurde der Halt erst in Esprit arena/Messe Nord und dann in Merkur-Spiel-Arena/Messe Nord umbenannt, je nach wechselnden Namensrechten.
Im nördlichen Bereich der damals riesigen Wendeanlage entstanden zwei parallele Wendegleise als Teil einer großen Schleife. Am äußeren Gleis entstand der Halt Sportpark Nord/Europaplatz. Dieser wird allerdings, aufgrund der geringen Nachfrage, nur im 30-Minuten-Takt und nur aus Richtung Innenstadt angefahren, bei hohem Aufkommen sogar gar nicht.
U74 nach Benrath
Die erste wirklich große Veränderung des Stadtbahnnetzes seit Einweihung des Tunnels in Oberbilk war die Verlängerung der U74 nach Benrath. Nach dem Umbau der Wendeanlage in Benrath einige Monate zuvor stand diese nun auch den größeren hochflurigen Bahnen der Stadtbahn zur Verfügung. Dies hieß aber nicht, dass der Taktfahrplan verdichtet wurde. Die vorher im 10-Minuten-Takt verkehrende Straßenbahnlinie 701 wurde in diesem Abschnitt auf einen 20-Minuten-Takt gesenkt.[4]
Anbindung der Universität
Zum Fahrplanwechsel am 8. Januar 2012 wurde die U79 über die Kaiserslauterner Straße hinaus bis zur Universität verlängert. Gebaut werden mussten dafür mehrere Weichen und ein Hochbahnsteig am Südpark, sodass diese Linie nun an drei dieser vier neuen Halte einen barrierefreien Einstieg ermöglichen konnte. Um die bereits vorhandene Wendeschleife nicht zu überlasten, wurden die Verstärkerlinien 711 und 716 der Straßenbahn komplett eingestellt, nur die 707 fuhr noch ebenfalls dorthin. Die neue Endhaltestelle Universität Ost/Botanischer Garten blieb deshalb für Stadtbahnen nur durch Treppen erreichbar.
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 17 | 20 /– /– | |
| U 74 | (Meerbusch, Görgesheide – MB-Haus Meer –) D-Lörick – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 39 | 20 / 20 / 15 | |
| U 75 | Neuss Hauptbahnhof |
II | 28 | 10 / 10 / 15 | |
| U 76 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 28 | 20 / 20 / 30 | |
| U 77 | D-Lörick, Am Seestern – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 22 | 20 / 20 /– | |
| U 78 | Esprit arena/Messe Nord – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 16 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg Meiderich Bahnhof |
I | II | 50 | 10 / 10 / 15 |
Wehrhahn-Tunnel
Eröffnung
Am 21. Februar 2016 wurde feierlich der neue Wehrhahn-Tunnel eröffnet. An diesem Punkt kamen die ersten und damit letzten vier neuen niederflurigen Stadtbahnlinien in das Netz hinzu, die größtenteils die Strecken der Straßenbahn übernahmen. So gab es nun erstmals mehr teils im Tunnel verkehrende Linien als Straßenbahnen, nämlich nun nur noch sieben. Die oberirdischen Haltestellen Kirchfeldstraße und Jacobistraße (nur noch Linie 707 und Bus) entfielen komplett. Als Ersatz für letztere wurde der U-Bahnhof Pempelforter Straße von der Lage her verschoben.
Da sich die Linien U71 und U83 zu einem 10-Minuten-Takt im Abschnitt Benrath – Uhlandstraße (Wehrhahn) verdichten, fuhr die Linie U83 zunächst nicht sonntags. Bis Gerresheim kam man dann nur noch mit der Straßenbahnlinie 709 vom Hauptbahnhof.
Gleichzeitig wurde die U74 wieder bis Holthausen zurückgezogen und die Fahrten durch behindertengerechtere ersetzt.
- Südliche Tunnelzufahrt in Bilk
- Zwei NF8U in Volmerswerth
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 17 | 20 /– /– | |
| U 71 | Heinrichstraße – D-Wehrhahn |
III | 32 | 20 / 20 / 15 | |
| U 72 | Ratingen Mitte – Oberrath – Mörsenbroicher Weg – D-Wehrhahn |
III | 31 | 10 / 10 / 15 | |
| U 73 | D-Gerresheim |
III | 28 | 10 / 10 / 15 | |
| U 74 | (Meerbusch, Görgesheide – MB-Haus Meer –) D-Lörick – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 31 | 20 / 20 / 15 | |
| U 75 | Neuss Hauptbahnhof |
II | 28 | 10 / 10 / 15 | |
| U 76 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 28 | 20 / 20 / 30 | |
| U 77 | D-Lörick, Am Seestern – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 22 | 20 / 20 /– | |
| U 78 | Esprit arena/Messe Nord – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 16 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg Meiderich Bahnhof |
I | II | 50 | 10 / 10 / 15 |
| U 83 | Gerresheim, Krankenhaus – LVR-Kliniken – Burgmüllerstraße – D-Wehrhahn |
III | 35 | 20 / 20 /– | |
Folgezeit
In den darauffolgenden Jahren veränderte sich das Netz kaum. Mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie 701 vom S-Bahnhof Düsseldorf-Rath bis zum PSD Bank Dome wurde die Wendeschleife dort zu einem Kehrgleis umgebaut, so dass die U71, betrieben mit Zweirichtungsfahrzeugen, bis hier hin fahren konnte.[5]
Um die Haltestellen im Netz zu vereinfachen, wurden die einigermaßen stark frequentierten Halte Burgmüllerstraße und Staufenplatz am 9. Januar 2019 zusammengelegt. Genau sechs Monate später die Haltestelle Rheinbahnhaus in Comenius-Gymnasium umbenannt.[6] Im Gegensatz zur vorherigen Maßnahme lag dies allerdings damit zusammen, dass die Rheinbahn von hier nach Lierenfeld umgezogen war und der Name somit irrelevant geworden war.
Rheintakt
Vor dem Fahrplanwechsel 2024 war das Düsseldorfer Stadtbahnnetz noch von zwei Linien befahren, die nur dort hielten, wo auch andere Bahnen fuhren. Da es sich bei der U70 um eine Schnelllinie handelt, sollte diese nicht ersetzt werden. Die U74 ließ aber Raum für Veränderung. Konkret hieß dies eine Integrierung in die Bestandslinie U76, mit der sie sich schon jetzt zu einem 10-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof noch Lörick, bzw. Meerbusch, zusammensetzte. Am 7. Januar wurde diese Maßnahme umgesetzt und die U76 fuhr nun häufiger und weiter bis Holthausen. Gleichzeitig bekam die U77 eine neue Strecke, da die Fahrten von der Linie nach Krefeld übernommen wurden. Somit wurde nun auf Teilen der Strecke der U75 durch Überschneidungen ein annähernder 5-Minuten-Takt angeboten. Zusätzlich fuhr die U83 jetzt auch sonntags.[7]
Aktuelles Netz
| Linie | Linienweg | Stammstrecken | Haltestellen | Takt Mo–Fr/Sa/So | |
|---|---|---|---|---|---|
| U 70 | Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 18 | 20 /– /– | |
| U 71 | Heinrichstraße – D-Wehrhahn |
III | 26 | 20 / 20 / 30 | |
| U 72 | Ratingen Mitte – Oberrath – Mörsenbroicher Weg – D-Wehrhahn |
III | 43 | 10 / 10 / 15 | |
| U 73 | D-Gerresheim |
III | 29 | 10 / 10 / 15 | |
| U 75 | Neuss Hauptbahnhof |
II | 28 | 10 / 10 / 15 | |
| U 76 | (Krefeld, Rheinstraße – KR-Hauptbahnhof |
II | 37 | 10 / 10 / 15 | |
| U 77 | D-Lörick, Am Seestern – Oberkassel – Heinrich-Heine-Allee |
II | 16 | 10 / 10 /– | |
| U 78 | Merkur-Spiel-Arena/Messe Nord – Stockum – Golzheim – Nordstraße |
I | II | 16 | 10 / 10 / 15 |
| U 79 | Duisburg Meiderich Bahnhof |
I | II | 50 | 10 / 10 / 15 |
| U 83 | Gerresheim, Krankenhaus – LVR-Kliniken – Staufenplatz – D-Wehrhahn |
III | 23 | 20 / 20 / 30 | |
Entwicklung in Zahlen
Stadtbahnfahrzeuge seit 1998
Ursprünglich fuhren die hochflurigen GT8S im gesamten Straßenbahnnetz, noch vor dem Tunnelbaus und der Anschaffung von Fahrzeugen mit tiefergelegenem Einstieg bei der Straßenbahn. Mit Bau der Stadtbahn wurden diese dann teilweise in GT8SU umgebaut und von dieser übernommen. Hinzu kamen dann die Fahrzeuge des Typs B, wie sie später auch in fast ganz NRW zum Einsatz kamen.
Um die immer älter werdenden GT8SU zu ersetzen, wurden in Absprache mit den Duisburger Verkehrsbetrieben modernere Fahrzeuge bestellt, die seit 2025 zum Einsatz kommen.
- Erster Stadtbahnwagen Typ GT8S
- Umgebauter GT8SU als U75
- Stadtbahnwagen zweiter Generation B80D
- Niederflurfahrzeug NF8U
- Neuer Stadtbahnwagentyp HF6
| Jahr | 1998[8] | 1999[8] | 2000[8] | 2001[8] | 2002[9] | 2003[9] | 2004[9] | 2005[10] | 2006[10] | 2007[10] | 2008 | 2009[11] | 2010[11] | 2011[12] | 2012[12] | 2014[13] | 2015[13] | 2017[14] | 2018[14] | 2019[15] | 2020[15] | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GT8SU | 38 | 38 | 37 | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 | 28 | 32 | 32 | 32 | 32 | 32 | 32 | 32 | 32 | 31 | 30 | 30 | 30 | Keine |
| B80 | 104 | 104 | 104 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 103 | 102 | 102 | 102 | 102 | 103 |
| NF8U | Keine | 76 | 76 | 76 | 76 | 76 | ||||||||||||||||
| HF6 | Keine | 59 | ||||||||||||||||||||
| Gesamt | 142 | 141 | 128 | 131 | 135 | 209 | 208 | 238 | ||||||||||||||
Länge des Stadtbahnnetzes seit 1998
