Ghosal-Syndrom
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Das Ghosal-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Skelettdysplasie mit den Hauptmerkmalen erhöhte Knochendichte besonders der Diaphysen kombiniert mit einer Anämie und kann als eine Form einer Diaphysären Dysplasie angesehen werden.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q78.3 | Progrediente diaphysäre Dysplasie |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Synonyme sind: Dysplasie, diaphysäre – Anämie; Dysplasie, hämatodiaphysäre, Typ Ghosal; englisch Ghosal hematodiaphyseal dysplasia; GHDD
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1988 durch die indischen Ärzte S. P. Ghosal und Mitarbeiter.[2]
Verbreitung
Ursache
Der Erkrankung liegen homozygote Mutationen im TBXAS1-Gen auf Chromosom 7 Genort q34 zugrunde, welches für die Thromboxansynthase kodiert.[4]
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1]
- ausgeprägte Anämie
- Splenomegalie
- Schmerzen in den Beinen
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus der Kombination klinischer Befunde: auf Steroide ansprechende Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie und Veränderungen an den Diaphysen und Metaphysen der langen Röhrenknochen im Röntgenbild mit erweitertem Markraum und endostale (zum Markraum gerichtete) Hyperostose.[1]
Differentialdiagnostik
Abzugrenzen ist hauptsächliche das Engelmann-Syndrom, bei dem nur die Diaphysen betroffen sind und auch keine Blutbildungsstörung vorliegt.[1]
Therapie
Literatur
- M. Shakiba, S. Shamsian, H. Malekzadeh, M. Yasaei: Ghosal Hematodiaphyseal Dysplasia: A Case Report. In: International journal of hematology-oncology and stem cell research. Band 14, Nummer 2, April 2020, S. 127–129, PMID 32461797, PMC 7231795 (freier Volltext).
- D. Geneviève, V. Proulle, B. Isidor, S. Bellais, V. Serre, F. Djouadi, C. Picard, C. Vignon-Savoye, B. Bader-Meunier, S. Blanche, M. C. de Vernejoul, L. Legeai-Mallet, A. M. Fischer, M. Le Merrer, M. Dreyfus, P. Gaussem, A. Munnich, V. Cormier-Daire: Thromboxane synthase mutations in an increased bone density disorder (Ghosal syndrome). In: Nature genetics. Band 40, Nummer 3, März 2008, S. 284–286, doi:10.1038/ng.2007.66, PMID 18264100.