Gian Travers Salis

Bündner Montanunternehmer und Gesandter From Wikipedia, the free encyclopedia

Gian Travers Salis (-Samedan) (auch Johann von Salis-Samedan; * 30. Januar 1546 in Samedan; heimatberechtigt ebenda; † 16. April 1624 in Schaffhausen) war ein Bündner Montanunternehmer und Gesandter. Er gehörte der reformierten Linie des Geschlechts Salis an.

Leben und Wirken

Gian Travers Salis war Sohn des Gesandten Friedrich von Salis und der Ursina, Tochter des Johann/Gian Travers. Er war dreimal verheiratet, 1564 mit Eva, Tochter des Fürstenburger Kastellans Thomas von Planta, danach mit Chatrina Curô aus Bever und zuletzt mit Ursula Stockar.[1]

Salis war von 1571 bis 1573 Commissari zu Chiavenna und von 1583 bis 1585 Vicari im Veltlin. Er diente wiederholt als Gesandter nach Venedig. Die Gemeinde Sils erteilte ihm 1609 das Recht zur Ausbeutung der Erzgrube Munt da Segl. Am Ofenpass betrieb Salis erfolgreich ein Bergwerk, hingegen scheiterten seine Unternehmen in Bergün und Filisur. Die Mitinhaber seiner Bergwerke aus der Familie Vertemate erlitten 1618 durch den Bergsturz von Plurs Verluste, und als auch der Herzog von Feria 1621 in Chiavenna einzog, nahm Salis beides zum Anlass, um seinen Wohnsitz in Schaffhausen zu nehmen. Ein Jahr zuvor hatte er dort zusammen mit seiner Ehefrau ein grosses Vermögen in Höhe von 42'000 Gulden versteuert.[1]

Literatur

  • Hans Krähenbühl: Die Bergbaudynastie von Salis in Mittelbünden und im Engadin. In: Bergknappe. 1997. Nr. 79, S. 2–6; Nr. 80, S. 2–5; Nr. 81, S. 28–31.
  • Peter Conradin von Planta: Der Bernina-Bergwerksprozess von 1459–1462 und die Bergbauunternehmungen des Johann von Salis 1576–1618. In: Jahrbuch. Historische Gesellschaft Graubünden. Band 130 (2000). S. 51–144.

Belege

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