Gibe (Fluss)

Fluss in Äthiopien From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gibe (auch Great Gibe oder Ghibie) ist der Quellfluss des Omo im Südwesten Äthiopiens. Das gesamte Einzugsgebiet des Omos wird manchmal als Omo-Gibe-Becken bezeichnet.

Schnelle Fakten
Gibe
Great Gibe, Ghibie
Karte
Daten
Lage Athiopien Äthiopien
Flusssystem Omo
Abfluss über Omo Turkanasee
Quelle nördlich des Dorfes Bila, in der Region Oromia
Quellhöhe 2200 m
Zusammenfluss mit dem Gojeb zum Omo im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III
 19′ 58″ N, 37° 21′ 6″ O
Mündungshöhe 830 m
Höhenunterschied 1370 m

Abfluss am Pegel Abelti[1]
AEo: 15.746 km²
NNQ (März 1977, Monat Ø)
MNQ 1976–1979
MQ 1976–1979
Mq 1976–1979
MHQ 1976–1979
HHQ (Aug. 1978, Monat Ø)
12 m³/s
18,9 m³/s
194 m³/s
12,3 l/(s km²)
606 m³/s
674 m³/s
Linke Nebenflüsse Wabe
Rechte Nebenflüsse Gilgel Gibe
Verlauf des Omo mit dem Gibe (rechts oben)

Verlauf des Omo mit dem Gibe (rechts oben)

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Verlauf

Der Gibe entspringt auf einer Höhe von etwa 2200 m nördlich des Dorfes Bila in der Zone East Welega in der Region Oromia und fließt in südsüdöstlicher Richtung. Zu seinen Nebenflüssen gehören die Flüsse Amara, Alanga und Gilgel Gibe. Der Zusammenfluss des Gibe mit dem Fluss Gojeb bilden den Omo.[2] Dieser liegt allerdings inzwischen im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III.

Wie die meisten Flüsse Äthiopiens ist auch der Gibe nicht schiffbar.

Hydrometrie

Die Abflussmenge des Gibe wurde am Pegel Abelti zwischen den Jahren 1976 und 1979, beim etwa einem Drittel seines Einzugsgebietes in m³/s gemessen.[1]

Weitere Informationen Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Gibe am Pegel Abelti in m³/s (1976–1979) ...
Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Gibe am Pegel Abelti in m³/s (1976–1979)
700
600
500
400
300
200
100
0
194
29,4
Jan.
24,4
Feb.
19,9
März
18,9
Apr.
40,9
Mai
113
Juni
455
Juli
606
Aug.
507
Sep.
311
Okt.
131
Nov.
72,8
Dez.
Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 194 m³/s
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Geschichte

Obwohl seine Ufer und sein Einzugsgebiet seit prähistorischen Zeiten bewohnt waren, wird der Gabe erstmals in der königlichen Chronik des Kaisers Sarsa Dengel erwähnt, der 1566 im Norden der Region Feldzug führte. Der erste Europäer, der den Gibe nachweislich sah, war der portugiesische Jesuitenmissionar António Fernandes, der den Gibe 1613 überquerte. Fernandes beschrieb den Gibe später als einen Fluss, der wasserreicher als der Nil sei. Der Gibe wurde erst im 19. Jahrhundert wieder von Europäern besucht.

Einzelnachweise

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