Gibe (Fluss)
Fluss in Äthiopien
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Der Gibe (auch Great Gibe oder Ghibie) ist der Quellfluss des Omo im Südwesten Äthiopiens. Das gesamte Einzugsgebiet des Omos wird manchmal als Omo-Gibe-Becken bezeichnet.
| Gibe Great Gibe, Ghibie | ||
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| Daten | ||
| Lage | ||
| Flusssystem | Omo | |
| Abfluss über | Omo → Turkanasee | |
| Quelle | nördlich des Dorfes Bila, in der Region Oromia | |
| Quellhöhe | 2200 m | |
| Zusammenfluss | mit dem Gojeb zum Omo im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III 7° 19′ 58″ N, 37° 21′ 6″ O | |
| Mündungshöhe | 830 m | |
| Höhenunterschied | 1370 m
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| Abfluss am Pegel Abelti[1] AEo: 15.746 km² |
NNQ (März 1977, Monat Ø) MNQ 1976–1979 MQ 1976–1979 Mq 1976–1979 MHQ 1976–1979 HHQ (Aug. 1978, Monat Ø) |
12 m³/s 18,9 m³/s 194 m³/s 12,3 l/(s km²) 606 m³/s 674 m³/s |
| Linke Nebenflüsse | Wabe | |
| Rechte Nebenflüsse | Gilgel Gibe | |
Verlauf des Omo mit dem Gibe (rechts oben) | ||
Verlauf
Der Gibe entspringt auf einer Höhe von etwa 2200 m nördlich des Dorfes Bila in der Zone East Welega in der Region Oromia und fließt in südsüdöstlicher Richtung. Zu seinen Nebenflüssen gehören die Flüsse Amara, Alanga und Gilgel Gibe. Der Zusammenfluss des Gibe mit dem Fluss Gojeb bilden den Omo.[2] Dieser liegt allerdings inzwischen im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III.
Wie die meisten Flüsse Äthiopiens ist auch der Gibe nicht schiffbar.
Hydrometrie
Die Abflussmenge des Gibe wurde am Pegel Abelti zwischen den Jahren 1976 und 1979, beim etwa einem Drittel seines Einzugsgebietes in m³/s gemessen.[1]
| Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Gibe am Pegel Abelti in m³/s (1976–1979) |
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700 600 500 400 300 200 100 0 194 29,4 Jan. 24,4 Feb. 19,9 März 18,9 Apr. 40,9 Mai 113 Juni 455 Juli 606 Aug. 507 Sep. 311 Okt. 131 Nov. 72,8 Dez. |
| Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 194 m³/s |
Geschichte
Obwohl seine Ufer und sein Einzugsgebiet seit prähistorischen Zeiten bewohnt waren, wird der Gabe erstmals in der königlichen Chronik des Kaisers Sarsa Dengel erwähnt, der 1566 im Norden der Region Feldzug führte. Der erste Europäer, der den Gibe nachweislich sah, war der portugiesische Jesuitenmissionar António Fernandes, der den Gibe 1613 überquerte. Fernandes beschrieb den Gibe später als einen Fluss, der wasserreicher als der Nil sei. Der Gibe wurde erst im 19. Jahrhundert wieder von Europäern besucht.

