Gibe (Fluss)
Fluss in Äthiopien
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Gibe (auch Great Gibe oder Ghibie) ist der Quellfluss des Omo im Südwesten Äthiopiens. Das gesamte Einzugsgebiet des Omos wird manchmal als Omo-Gibe-Becken bezeichnet.
| Gibe Great Gibe, Ghibie | ||
|
| ||
| Daten | ||
| Lage | ||
| Flusssystem | Omo | |
| Abfluss über | Omo → Turkanasee | |
| Quelle | nördlich des Dorfes Bila, in der Region Oromia | |
| Quellhöhe | 2200 m | |
| Zusammenfluss | mit dem Gojeb zum Omo im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III 7° 19′ 58″ N, 37° 21′ 6″ O | |
| Mündungshöhe | 830 m | |
| Höhenunterschied | 1370 m
| |
| Linke Nebenflüsse | Wabe | |
| Rechte Nebenflüsse | Gilgel Gibe | |
Verlauf
Der Gibe entspringt auf einer Höhe von etwa 2200 m nördlich des Dorfes Bila in der Zone East Welega in der Region Oromia und fließt in südsüdöstlicher Richtung. Zu seinen Nebenflüssen gehören die Flüsse Amara, Alanga und Gilgel Gibe. Der Zusammenfluss des Gibe mit dem Fluss Gojeb bilden den Omo.[1] Dieser liegt allerdings inzwischen im Stausee des Kraftwerks Gilgel Gibe III.
Wie die meisten Flüsse Äthiopiens ist auch der Gibe nicht schiffbar.
Geschichte
Obwohl seine Ufer und sein Einzugsgebiet seit prähistorischen Zeiten bewohnt waren, wird der Gabe erstmals in der königlichen Chronik des Kaisers Sarsa Dengel erwähnt, der 1566 im Norden der Region Feldzug führte. Der erste Europäer, der den Gibe nachweislich sah, war der portugiesische Jesuitenmissionar António Fernandes, der den Gibe 1613 überquerte. Fernandes beschrieb den Gibe später als einen Fluss, der wasserreicher als der Nil sei. Der Gibe wurde erst im 19. Jahrhundert wieder von Europäern besucht.
