Gilbert Bodart
belgischer Fußballspieler
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Gilbert Bodart (* 2. September 1962 in Ougrée) ist ein ehemaliger belgischer Fußballtorwart und -trainer. Er bestritt zwölf Länderspiele und nahm mit der Nationalmannschaft an zwei Weltmeisterschaften teil. Auf Vereinsebene gewann er mit Standard Lüttich zwei Mal die Meisterschaft und wurde vier Mal als Belgiens Torhüter des Jahres ausgezeichnet.
| Gilbert Bodart | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 2. September 1962 | |
| Geburtsort | Ougrée, Belgien | |
| Größe | 181 cm | |
| Position | Torwart | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1972–1976 | CS Verlaine | |
| 1976–1981 | Standard Lüttich | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1981–1996 | Standard Lüttich | 449 (9) |
| 1996–1997 | Girondins Bordeaux | 38 (0) |
| 1997–1998 | Standard Lüttich | 21 (4) |
| 1998–2000 | Brescia Calcio | 55 (0) |
| 2000–2001 | FC Ravenna | 13 (0) |
| 2001–2002 | KSK Beveren | 11 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1980 | Belgien U19 | 1 (0) |
| 1985–1995 | Belgien | 12 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 2002–2003 | CS Visé | |
| 2003–2005 | KV Ostende | |
| 2005 | Eendracht Aalst | |
| 2005–2006 | R.A.A. La Louvière | |
| 2006–2008 | KSK Wevelgem City | |
| 2008 | Union Rochefortoise | |
| 2012 | RRFC Montegnée | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere
Vereine
Gilbert Bodart, Sohn des Torhüters Jean Bodart, begann seine sportliche Laufbahn zunächst im Tennis, wandte sich jedoch früh dem Fußball zu und spielte zunächst bei einem kleinen Verein in Verlaine. 1976 wechselte er in die Jugendabteilung von Standard Lüttich. Sein Profidebüt gab er 1981, er blieb bis 1996 bei Lüttich und entwickelte sich zu einer prägenden Figur. 1996 wechselte er zu Girondins Bordeaux nach Frankreich, wo er eine Saison spielte, den vierten Tabellenplatz erreichte und als bester Torhüter der Liga ausgezeichnet wurde. Zudem stand er im Finale des Ligapokals, das im Elfmeterschießen verloren ging. Anschließend kehrte er für eine Saison zu Standard Lüttich zurück, bevor er nach Italien zu Brescia und später zu Ravenna wechselte. Seine Karriere beendete er 2002 beim KSK Beveren.
Nationalmannschaft
Gilbert Bodart debütierte im April 1986 in der A-Nationalmannschaft beim Freundschaftsspiel gegen Bulgarien. Aufgrund der starken Konkurrenz kam er nur selten zum Einsatz. Er nahm an der Weltmeisterschaft 1986 als Ersatztorwart hinter Jean-Marie Pfaff und an der Weltmeisterschaft 1990 als Ersatz von Michel Preud’homme teil. Insgesamt bestritt er zwischen 1986 und 1995 zwölf Länderspiele, zuletzt in der Qualifikation zur Europameisterschaft 1996 gegen Dänemark.
Trainer
Nach seiner aktiven Karriere begann Bodart als Trainer beim CS Visé. Er trainierte verschiedene belgische Vereine, unter anderem R.A.A. La Louvière in der Division 1A.
Erfolge
Standard Lüttich
- Belgischer Meister: 1981/82, 1982/83
- Belgischer Pokalsieger: 1981/82, 1992/93
- Finalist des Europapokals der Pokalsieger: 1981/82
Auszeichnungen
- Belgischer Torwart des Jahres: 1985, 1986, 1992, 1995
Sonstiges
Sein Neffe Arnaud Bodart (* 1998) ist ebenfalls Profifußballspieler.[1]
Im März 2024 unternahm er einen Selbstmordversuch, indem er in die Maas sprang.[2]
Weblinks
- Gilbert Bodart in der Datenbank des belgischen Fußballverbands (englisch)
- Gilbert Bodart in der Datenbank von fbref.com
- Gilbert Bodart in der Datenbank von footballdatabase.eu (englisch)
- Gilbert Bodart in der Datenbank von kicker.de
- Gilbert Bodart in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)
- Gilbert Bodart in der Datenbank von transfermarkt.de
- Gilbert Bodart in der Datenbank von transfermarkt.de
- Gilbert Bodart in der Datenbank von weltfussball.de