Gilberto Ruiz Lang

mexikanischer Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Gilberto Ruiz Lang (* 1948 in Mexiko-Stadt; † 2006 in Barcelona/Katalonien, Spanien) war ein mexikanischer Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer, der prägend für den modernen Tanz in Katalonien von den 1970er bis zu den 2000er Jahren war.

Leben

Ruiz Lang studierte an der Universität von Mexiko Betriebswirtschaft und Hispanistik und belegte daneben 1968 Kurse in modernem Tanz. Er brach das Studium ab, um eine professionelle Ausbildung beim Ballet Nacional de Mèxico bei Guillermina Bravo nach der Methode von Martha Graham aufzunehmen. Er sammelte erste Erfahrungen beim Nationalballett, wobei er von der Arbeit Yuriko Kikushis und Alvin Nikolais’ beeinflusst war. 1973 war er Gründungsmitglied der Gruppe Mórula (später Espejos), für die er als Tänzer und Choreograph arbeitete. Von 1974 bis 1977 studierte er modernen Tanz an der London Contemporary Dance School bei Nina Fonaroff und Jane Dudley.

1977 kam er nach Barcelona, wo er am Institut del Teatre unterrichtete und Workshops (u. a. mit Lydia Azzopardi) in der Graham-Technik gab. 1980 wurde das Studium des modernen Tanzes ein vom Ballett unabhängiger Bereich am Institut del Teatre, den Ruiz Lang gemeinsam mit Avelina Argüelles leitete. Hier studierten u. a. Toni Mira und Claudia Moreso, Juan Carlos García, Alexis Eupierre, Carles Salas, Ramon Baeza, Mar Gómez, Emilio Gutiérrez, Roberto G. Alonso, Maria Muñoz, Maria Antònia Olivé und Marga Guergué bei ihm. Ebenfalls seit 1977 arbeitete er als Choreograph mit dem Ballet Contemporani de Barcelona zusammen. Passacaglia (1980) gewann den Choreographiepreis von Bagnolet und gehörte über Jahre zu den meistgespielten Choreographien des Ensembles. Daneben unterrichtete er in dieser Zeit auch in Mexiko und Venezuela. Maßgeblich förderte er die Gründung der Associació de Ballarins i Coreògrafs, deren erster Präsident er 1987 wurde.

Choreographien

  • Mondrian, 1975
  • A game of chasse, 1977
  • Andrómaca-75, 1977
  • Temporal, 1979
  • El món infantil, 1979
  • Preludis, 1979
  • Caixes, 1979
  • La Bella Helena, 1979
  • Not with a bang but a whimper, 1979
  • Penélope, 1980
  • Sin estruendo y con gemido, 1980
  • Passacaglia, 1980
  • Muda imatge de la mort, 1982
  • El Petit teatre de l’univers, 1982
  • Retorno a la Sombra, 1986
  • De lo femenino a lo masculino (mírame a los ojos), 1998
  • L’Enfant et les sortileges, 2004

Quellen

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