Gilzem

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Gilzem in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Gilzem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gilzem hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 52′ N,  31′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 4,98 km²
Einwohner: 443 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54298
Vorwahl: 06506
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 225
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Website: www.vg-suedeifel.de
Ortsbürgermeisterin: Rita Wirtz-Fey
Lage der Ortsgemeinde Gilzem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Geographie

Kapelle St. Johannes

Gilzem befindet sich in der Südeifel, rund 12 Kilometer südlich von Bitburg und rund 17 Kilometer nördlich von Trier. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Kleebornerhof und Weinsfelderhof.[2]

Nachbarorte von Gilzem sind die Ortsgemeinden Meckel im Norden, Idenheim im Nordosten, Idesheim im Osten, Welschbillig im Südosten, Eisenach im Südwesten und Kaschenbach im Nordwesten.

Geschichte

Gilzem wurde erstmals im Jahre 1212 in einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Johann I. unter dem Namen „Gelime“ erwähnt, in welcher er dem Stift zu Pfalzel Einkünfte aus Gilzem vermachte. In späteren Urkunden wird der Ort auch „Gelisheim“ und „Geilsheim“ genannt.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Gilzem zum kurtrierischen Amt Welschbillig. Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Verwaltungsmäßig wurde Gilzem dem Kanton Pfalzel im Arrondissement Trier des Saardepartements zugeordnet. Nach der Niederlage Napoleons kam der Ort aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen und gehörte nun zur Bürgermeisterei (ab 1927 Amt) Welschbillig im Landkreis Trier des Regierungsbezirks Trier, der 1822 Teil der neu gebildeten preußischen Rheinprovinz wurde.[3]

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bis zum 7. November 1970 gehörte Gilzem zum 1969 entstandenen Landkreis Trier-Saarburg und wurde in den mit gleichem Datum neu gebildeten Landkreises Bitburg-Prüm eingegliedert.[4]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gilzem, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815205
1835266
1871299
1905346
1939366
1950363
1961356
JahrEinwohner
1970379
1987353
2005413
2011430
2017427
2024443
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Gilzem besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]

Bürgermeister

Rita Wirtz-Fey wurde am 17. Juli 2024 Ortsbürgermeisterin von Gilzem.[7] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte sie sich mit einem Stimmenanteil von 81,4 % gegen eine Mitbewerberin durchgesetzt.[8]

Wirtz-Feys Vorgängerin Martina Thies hatte das Amt am 7. Juli 2014 übernommen und kandidierte 2024 nicht erneut als Ortsbürgermeisterin.[9] Zuvor waren Mario Bisdorf, der das Amt fünf Jahre ausgeübt, 2014 aber nicht erneut angetreten war, und für 15 Jahre Jakob Schmitt Ortsbürgermeister von Gilzem.[10][11]

Wappen

Wappen von Gilzem
Wappen von Gilzem
Blasonierung: „In Silber, geteilt durch eine mit vier goldenen Ähren belegte rote schräglinke Leiste, vorn ein schwebendes, geschliffenes rotes Kreuz, hinten ein auffliegender roter Vogel.“[12]
Wappenbegründung: Aus den Jahren 1721 und 1785 liegen Abdrucke bzw. ein Original zweier Schöffensiegel des domkapitularischen Grundgerichts vor. Beide Exemplare zeigen einen Vogel und Getreideähren. Diese Elemente wurde in das Ortswappen übernommen. Gilzem gehörte mehr als fünfhundert Jahre zum Kurfürstentum Trier. Das rote kurtrierische Kreuz wurde wegen des langjährigen Besitztums in das Wappen aufgenommen.

Verkehr

In Gilzem kreuzen sich die beiden Kreisstraßen K 25 und K 95.

Ehrenbürger

  • 10. November 2018: Jakob Schmitt (* 1938) anlässlich seines 80. Geburtstags für seine langjährigen Verdienste in Ehrenämtern auf kommunaler Ebene und in den Vereinen.[11]

Interessantes

1987 wurde in Gilzem ein 436 g schwerer Meteorit gefunden.[13]

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 130–131.
Commons: Gilzem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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