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Gisselberg

Stadtteil Marburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Gisselberg ist ein Stadtteil von Marburg an der Lahn im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Das Dorf liegt an der Lahn am Marburger Rücken südwestlich von Marburg.

Schnelle Fakten Stadt Marburg ...
Gisselberg
Stadt Marburg
Koordinaten: 50° 46′ N, 8° 45′ O
Höhe: 176 (176–290) m ü. NHN
Fläche: 1,77 km²[1]
Einwohner: 907 (31. Dez. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 512 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35043
Vorwahl: 06421
Karte
Lage von Gisselberg in Marburg
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Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Gisselberg erfolgte unter dem Namen Goselberg um das Jahr 1300.[3] Zwischen 1973 und 1975 wurde eine Friedhofskapelle als Kirche erbaut.

Zum 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gisselberg im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Marburg eingemeindet.[4][5] Für den Stadtteil Gisselberg wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.[6]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Gisselberg angehört(e):[3][7]

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. Der Kreis Marburg wurde für die Verwaltung eingerichtet und das Landgericht Marburg war als Gericht in erster Instanz für Gisselberg zuständig. 1850 wurde das Landgericht in Justizamt Marburg umbenannt.[12] Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Marburg.[13][14] Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Gisselberg 840 Einwohner. Darunter waren 27 (3,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 159 Einwohner unter 18 Jahren, 414 zwischen 18 und 49, 144 zwischen 50 und 64 und 120 Einwohner waren älter.[15] Die Einwohner lebten in 360 Haushalten. Davon waren 96 Singlehaushalte, 111 Paare ohne Kinder und 108 Paare mit Kindern, sowie 33 Alleinerziehende und 15 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 273 Haushaltungen leben keine Senioren.[15]

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon[3]
• 1577:8 hausgesessene Mannschaften
• 1630:7 Hausgesesse (3 dreispännige, 2 zweispännige, 2 einspännige Ackerleute)
• 1681:5 hausgesessene Mannschaften
• 1838:Familien: 7 nutzungsberechtigte, 12 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 6 Beisassen
Gisselberg: Einwohnerzahlen von 1746 bis 2019
Jahr  Einwohner
1746
  
59
1800
  
?
1834
  
122
1840
  
129
1846
  
142
1852
  
149
1858
  
157
1864
  
123
1871
  
117
1875
  
129
1885
  
139
1895
  
137
1905
  
128
1910
  
135
1925
  
162
1939
  
196
1946
  
302
1950
  
336
1956
  
359
1961
  
374
1967
  
474
1977
  
?
1987
  
681
1991
  
635
1995
  
656
2000
  
717
2005
  
906
2010
  
914
2011
  
840
2015
  
866
2019
  
907
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[3]; Stadt Marburg:1987–1998[16], 1999–2003[17], 2005–2010[18],2011–2015[19], 2019:[2]; Zensus 2011[15]

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon[3]
• 1861:284 evangelisch-lutherische, 2 römisch-katholische Einwohner
• 1885:138 evangelische (= 100,00 %) Einwohner
• 1961:324 evangelische (= 86,63 %), 47 katholische (= 12,57 %) Einwohner
• 1987:394 evangelische (= 67,8 %), 87 katholische (= 15,0 %) Einwohner[16]

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon[3]
• 1746:Erwerbspersonen: 1 Schmied, 1 Weißbinder, 2 Wirte, 1 Spielmann, 1 Tagelöhner.
• 1838:Familien: 8 Ackerbau, 8 Gewerbe, 9 Tagelöhner.
• 1961:Erwerbspersonen: 33 Land- und Forstwirtschaft, 80 Produzierendes Gewerbe, 41 Handel und Verkehr, 24 Dienstleistungen und Sonstiges.

Politik

Ortsbeirat

Sitzverteilung im Ortsbeirat nach den Kommunalwahlen 2021
 
Insgesamt 5 Sitze
  • BLG: 5
  • BLH = Bürgerliste Gisselberg

Für den Stadtteil Gisselberg besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Er umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Gisselberg.[6] Für die Sitzverteilung siehe die nebenstehende Grafik.[20] Der Ortsbeirat wählte Gernot Günther zum Ortsvorsteher.[21]

Bauwerke

Infrastruktur

Persönlichkeiten

  • Conrad Damm (1795–1855), Schultheiß und Mitglied des Kurhessischen Landtags

Literatur

Commons: Gisselberg – Sammlung von Bildern

Anmerkungen und Einzelnachweise

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