Gmina Łagiewniki

Gmina in der Woiwodschaft Niederschlesien, Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gmina Łagiewniki ist eine Landgemeinde im Powiat Dzierżoniowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch: Heidersdorf) mit etwa 2800 Einwohnern.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Gmina Łagiewniki
Wappen der Gmina Łagiewniki
Gmina Łagiewniki (Polen)
Gmina Łagiewniki (Polen)
Gmina Łagiewniki
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Dzierżoniowski
Geographische Lage: 50° 47′ N, 16° 51′ O
Einwohner:
(1. Jan. 2024)[1]
Postleitzahl: 58-210
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DDZ
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK8
DK39 Łagiewniki–Brzeg
DW384 Łagiewniki–Nowa Ruda
Eisenbahn:
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 14 Schulzenämter
Fläche: 124,42 km²
Einwohner: 7118
(1. Jan. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0202062
Verwaltung (Stand: 2018)
Wójt: Jarosław Tyniec
Adresse: ul. Jedności Narodowej 21
58-210 Łagiewniki
Webpräsenz: www.lagiewniki.pl
Schließen

Geographie

Karte der Gemeinde

Die Gemeinde liegt im Osten der Woiwodschaft Niederschlesien. Breslau liegt etwa 40 Kilometer nördlich und Dzierżoniów (Reichenbach im Eulengebirge) acht Kilometer südwestlich.

Höchste Erhebung ist die 578 m n.p.m. hohe Radunia im Nordwesten der Gemeinde, der zum Ślężański Park Krajobrazowy (Landschaftsschutzpark Zobtenberg) gehört.

Geschichte

Die Landgemeinde wurde 1973 aus Gromadas wieder gebildet. Die Woiwodschaft Breslau wurde 1975 wesentlich verkleinert, der Powiat aufgelöst. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zur Woiwodschaft Niederschlesien und zum wiedererrichteten Powiat Dzierżoniowski.

Gliederung

Die Landgemeinde Łagiewniki besteht aus 14 Dörfern mit einem Schulzenamt[2] (deutsche Namen, amtlich bis 1945).[3]

Politik

Gemeindevorsteher

An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Von 2006 war dies Janusz Szpot, der 2018 nicht erneut antrat. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:[4]

  • Jarosław Tyniec (Wahlkomitee Jarosław Tyniec) 55,3 % der Stimmen
  • Ewelina Wolak (BS) 44,7 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Tynies bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:[5]

  • Jarosław Tyniec (Wahlkomitee Jarosław Tyniec) 40,1 % der Stimmen
  • Artur Szczurkowski (Wahlkomitee Artur Szczurkowski) 23,1 % der Stimmen
  • Waldemar Kuli (Wahlkomitee „Freunde des Łagiewnikier Landes“) 17,6 % der Stimmen
  • Cristina Najdek (Wahlkomitee Cristina Najdek) 13,0 % der Stimmen
  • Emilia Ćwik (Wahlkomitee Emilia Ćwik) 6,2 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl wurde Tyniec mit 59,8 % der Stimmen gegen Szczurkowski zum neuen Gemeindevorsteher gewählt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderat 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[6]

  • Wahlkomitee Jarosław Tyniec 46,2 % der Stimmen, 7 Sitze
  • Bezpartyjni Samorządowcy (BS) 38,9 % der Stimmen, 5 Sitze
  • Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 10,7 % der Stimmen, 2 Sitze
  • Trzecia Droga (TD) 4,3 % der Stimmen, 1 Sitz

Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[7]

  • Wahlkomitee Jarosław Tyniec 34,6 % der Stimmen, 8 Sitze
  • Wahlkomitee Artur Szczurkowski 28,4 % der Stimmen, 5 Sitze
  • Wahlkomitee Cristina Najdek 15,0 % der Stimmen, 2 Sitze
  • Wahlkomitee „Freunde des Łagiewnikier Landes“ 10,8 % der Stimmen, kein Sitz
  • Wahlkomitee Emilia Ćwik 7,8 % der Stimmen, kein Sitz
  • Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) 3,5 % der Stimmen, kein Sitz

Sehenswürdigkeiten

Die Landgemeinde weist eine große Zahl denkmalgeschützter Baudenkmale auf. In das nationale Denkmalregister der Woiwodschaft sind eingetragen:[8]

  • Kirche in Ligota Wielka, erbaut im 17., erweitert im 19. Jahrhundert[9]
  • Herrenhaus in Ligota Wielka, erbaut im 16./17. Jahrhundert[10]
  • Pfarrkirche in Łagiewniki, erbaut im 18. Jahrhundert[11]
  • Friedhofskapelle in Łagiewniki, erbaut im 15. und 18. Jahrhundert[12]
  • Schloss in Łagiewniki, erbaut im 18. Jahrhundert[13]
  • Kirche in Miłowice[14]
  • Herrenhaus in Oleszna, erbaut im 18. Jahrhundert[15]
  • Schloss in Piotrówek, erbaut 1897[16]
  • Fundament der Windmühle in Przystronie (abgegangen ?), erbaut im 18. Jahrhundert[17]
  • Pfarrkirche in Radzików, erbaut 14.–18. Jahrhundert[18]
  • Ruine des Herrenhauses in Radzików, Wehrbau mit Resten eines Wassergrabens, erbaut 1526 und 1806[19]
  • Kirche in Ratajno, ehemals evangelisch, erbaut 1849–1853[20]
  • Kirche in Sieniawka, erbaut 1880–1883[21]
  • Herrenhaus in Sieniawka, erbaut 1678 in Fachwerkbauweise[22]
  • Pfarrkirche in Słupice, 1890[23]
  • Ruine des Herrenhauses in Słupice, erbaut im 16. und 19. Jahrhundert[24]
  • Schloss Wättrisch in Sokolniki;[25] mit Nebengebäuden, erbaut im 17.–19. Jahrhundert
    • Park[26] und Vorwerk[27]
    • Remise, Kuhstall, Wirtschafts- und Wohngebäude
  • Aussichtsturm (Bismarckturm) auf dem Jańska Góra bei Sokolniki, erbaut im 1869[28]
  • Kirche in Stoszów, erbaut im 16., erweitert im 19. Jahrhundert[29]
  • Herrenhaus (ruinierter Wehrbau) in Stoszów, erbaut im 16. Jahrhundert[30]

Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Oleszna ist nicht Teil des nationalen Denkmalregisters.

Verkehr

Die Landesstraße DK8 durchzieht die Gemeinde von Nord nach Süd. In ihrem Hauptort zweigen die Landesstraße DK39 nach Brzeg (Brieg) und die Woiwodschaftsstraße DW384 nach Nowa Ruda (Neurode) ab. Der nächste internationale Flughafen ist Breslau.

Bahnverbindungen zur Station Łagiewniki Dzierżoniowskie bestehen nicht mehr.

Commons: Gmina Łagiewniki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI