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Przystronie (Łagiewniki)

Siedlung in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Przystronie (deutsch: Pristram, 1937–1945 Breitental in Schlesien) ist ein Ort in der Landgemeinde Łagiewniki (Heidersdorf) im Powiat Dzierżoniowski (Kreis Reichenbach) der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Schnelle Fakten Przystronie Pristram, Basisdaten ...
Przystronie
Pristram
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Przystronie Pristram (Polen)
Przystronie
Pristram (Polen)
Przystronie
Pristram
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Dzierżoniowski
Gmina: Łagiewniki
Geographische Lage: 50° 46′ N, 16° 49′ O
Einwohner: 176
Postleitzahl: 58-210
Kfz-Kennzeichen: DDZ
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau
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Schloss Pristram

Lage

Przystronie liegt ca. 20 Kilometer nordöstlich von Dzierżoniów (Reichenbach). Nachbarorte sind Ligota Wielka (Groß Ellguth) im Westen, Wilków Wielki (Groß Wilkau) und Kietlin (Kittelau) im Süden, Łagiewniki (Heidersdorf) im Norden, Sienice (Senitz) und Księginice Wielkie (Groß Kniegnitz) im Osten.

Geschichte

„Pristram“ wurde 1370 erstmals erwähnt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel es 1741/42 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelöst und Pristram in den Landkreis Nimptsch eingegliedert. Im 18. Jahrhundert gehörte das Gut den Herren von Tschirschky. 1783 war der Besitzer Karl Heinrich von Prittwitz.[1] 1840 erstand es Otto von Schweinichen für 60.000 Reichstaler. 1845 zählte Pristram 40 Häuser, ein herrschaftliches Schloss und Vorwerk, eine Freischoltisei, 294 überwiegend evangelische Einwohner (15 katholisch), evangelische Kirche zu Ober-Panthenau, katholische Kirche zu Heidersdorf, eine Windmühle, eine Brau- und Brennerei, ein Schmied, zwei Höcker und einen Riemenschneider.[2]

Seit 1874 gehörte die Landgemeinde Pristram zum Amtsbezirk Quanzendorf, das Standesamt befand sich in Groß-Wilkau.[3] Ende des 19. Jahrhunderts war das Gut Pristram mit damals 261 ha in bürgerlichen Händen, Eigentümer Adolf Rohde, kgl. Domänenpächter in Rothschloß.[4] Im Ort lebten damals 310 Einwohner.[5]

Zum 1. Oktober 1932 wurde der Landkreis Nimptsch aufgelöst und Pristram dem Landkreis Reichenbach zugeteilt, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1937 wurde es in Breitental umbenannt.[6]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Breitental mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es in Przystronie umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde – soweit sie nicht schon vorher geflohen war – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Sehenswürdigkeiten

  • Schoss Pristram[7]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Königlich Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Band 5 Schlesien, XV. Kreis Nimptsch, Selbstverlag (Dr. Engel), Berlin 1874, S. 114 f.; google.de/books
  • Günter Schilling: Deutsche Ortsnamen und Verwaltungsgliederung in Mitteleuropa 1939-1990. Verzeichnis der Gemeinden in Deutschland, Österreich, den Sudetenländern, in allen ehemals deutschen Ostgebieten, in Elsass-Lothringen, Luxemburg, Südtirol, aber auch in der Schweiz und Nordschleswig. Nach Lage, Grösse und Kreiszugehörigkeit und nach letztem deutschen Stand. Verlag Scientia, Aalen 2001, ISBN 3-511-07771-0, S. 445.
  • Pistram. Verein Heimatbund Kreis Reichenbach, Eulengebirge.

Einzelnachweise

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