Gollierstraße
Straße in München
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Die Gollierstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Schwanthalerhöhe (Nr. 8) von München.
| Gollierstraße | ||
|---|---|---|
| Wohnanlage Gollierstraße 54–56b (gerade Nummern) | ||
| Basisdaten | ||
| Landeshauptstadt | München | |
| Stadtbezirk | Schwanthalerhöhe | |
| Name erhalten | 1878[1] | |
| Anschlussstraßen | Theresienhöhe, Ridlerstraße | |
| Querstraßen | Schießstättstraße, Parkstraße, Ligsalzstraße, Ganghoferstraße, Geroltstraße, Bergmannstraße, Trappentreustraße mit Trappentreutunnel, Astallerstraße | |
| Plätze | Gollierplatz, Josef-Thurner-Platz | |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung | |
| Bauwerke | Auferstehungskirche, Kirche St. Rupert, Altenheim Leonhard-Henninger-Haus der Diakonie | |
| U-Bahnhof | Schwanthalerhöhe | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr | |
| Straßengestaltung | zwischen Schießstättstraße und Ridlerstraße Fahrradstraße | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 1.175,5 m[2] | |
Verlauf
Die Straße nimmt an der Theresienhöhe am Nordostrand der Theresienwiese ihren Ausgang und verläuft von dort nach Westen südlich parallel zur Schwanthalerstraße und kreuzt an einer von vier Häusern mit breit abgeschrägten Ecken gebildeten Kreuzung[3] die Parkstraße, die Ligsalzstraße, die Ganghoferstraße und die Bergmannstraße, mündet dort in den Gollierplatz, der sich zur Trappentreustraße erstreckt, überquert diese und den darunter verlaufenden Trappentreutunnel der Bundesstraße 2R (Mittlerer Ring) und setzt sich über den nördlich liegenden Gewerbehof (früher Teil des Betriebsgeländes der Metzeler-Werke) über die Astallerstraße bis zur Ridlerstraße fort, an der sie endet.
Geschichte
Nördlich der Straße und westlich der Trappentreustraße lag bis zur nördlich verlaufenden Westendstraße die Betriebsstätte der Reifenfabrik Metzeler, die im Zug der Umstrukturierung des Unternehmens 1979 aufgegeben wurde. Damit verschwand die Schadstoffbelastung in diesem Gebiet. Auf dem Betriebsgelände entstand ein Gewerbehof. Am Gollierplatz wurde von 1901 bis 1903 die neoromanische katholische Pfarrkirche St. Rupert nach Plänen von Gabriel von Seidl errichtet; 1931 entstand die von German Bestelmeyer geplante evangelisch-lutherische Auferstehungskirche neben dem Ledigenheim von Theodor Fischer.
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Straße wird durch den unter der Heimeranstraße liegenden U-Bahnhof Schwanthalerhöhe der U-Bahn-Linien 4 und 5 erschlossen.
Namensgeber
Die Straße ist nach der gleichnamigen, erstmals 1329 genannten Landadels- und Patrizierfamilie benannt.
Gebäude unter Denkmalschutz
- Nr. 3: Mietshaus, neubarock, reich gegliedert, mit Stuckdekor, 1897 von Ignatz Batz; rechts anschließend rundbogiges Gittertor; Gruppe mit Theresienhöhe 8 (Denkmalliste D-1-62-000-2227)
- Nr. 10: Mietshaus, deutsche Renaissance, mit Eckerker, 1889/90 von Georg Müller (Denkmalliste D-1-62-000-2228)
- Nr. 14: Mietshaus, Neurenaissance, Rohbackstein mit Putzgliederungen, 1889 von Johann Grübel (Denkmalliste D-1-62-000-2229)
- Nr. 14a: Mietshaus, spätklassizistischer Eckbau, 1885 von Franz Büchold; Gruppe mit Parkstraße 23; Kreuzung Gollier-/Parkstraße begrenzt von vier gleichzeitigen Häusern mit breit abgeschrägten Ecken; vergleiche Gollierstraße 16 sowie Parkstraße 22 und 25 (Denkmalliste D-1-62-000-2230)
- Nr. 16: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliederter Eckbau mit Stuck am Traufgebälk, 1886 von Franz Büchold; vergleiche Gollierstraße 14a (Denkmalliste D-1-62-000-2231)
- Nr. 19: Mietshaus, Neurenaissance, 1887 von Josef Tausend (Denkmalliste D-1-62-000-2232)
- Nr. 25: Mietshaus, Neurenaissance, mit Stuckfries am Eckrisalit, 1890 von K. Gustapfel (Denkmalliste D-1-62-000-2233)
- Nr. 28: Mietshaus, Neurenaissance, 1888 von Franz Büchold; bildet mit dem gleichartigen Haus Nr. 30 einen Block (Denkmalliste D-1-62-000-2234)
- Nr. 29: Mietshaus, Neurenaissance, mit Mittelrisalit, reich gegliedert, 1888 von Franz Büchold (Denkmalliste D-1-62-000-2235)
- Nr. 30: Mietshaus, Neurenaissance, 1888 von Franz Büchold; Gruppe mit dem gleichartigen Haus Nr. 28 (Denkmalliste D-1-62-000-2236)
- Nr. 31: Mietshaus, Neurenaissance, reich gegliedert, um 1885/90 (Denkmalliste D-1-62-000-2237)
- Nr. 40/42/44/46/46a/46b/46c/48/50/50a/52: Wohnanlage, barockisierend, mit Erkern und Ecktürmchen, 1918–21 von Ludwig Naneder; mit Ganghoferstraße 18/20 und Geroltstraße 5/7 (Denkmalliste D-1-62-000-2239)
- Nr. 41/41a/43/45/45a/45b/45c/47/49/49a/49b/49c/51/53/53a: Teil einer barockisierenden Wohnanlage, um 1912 von Hans Eisenrieth; siehe Kazmairstraße 38–54 (gerade Nummern) (Denkmalliste D-1-62-000-3332)
- Nr. 54/56/56a/56b: Wohnanlage, barockisierend, mit Putzdekor und Mansarddach, 1920–22 von Ludwig Naneder; mit Bergmannstraße 27/29/31/33, Geroltstraße 2/4/6/8 und Tulbeckstraße 33 (Denkmalliste D-1-62-000-2241)
- Nr. 78: Mietshaus, barockisierender Eckbau, mit Erker und Putzgliederung, 1912 (Denkmalliste D-1-62-000-2243)
- Nr. 80: Mietshaus, barockisierend, mit Erker, 1920 von Ludwig Naneder; Gruppe mit Nr. 82 (Denkmalliste D-1-62-000-2244)
- Nr. 81/83/85/87/89/91: Wohnhausblock, barockisierend, mit reichem Kratzputzdekor, 1924–26 von Ludwig Naneder; etwa dreieckiger Block mit Astallerstraße 28/30/32/34 und Ridlerstraße 76/78/80/82/84 (Denkmalliste D-1-62-000-2245)
- Nr. 82: Mietshaus, barockisierend, mit Erkern, 1920 von Ludwig Naneder; Gruppe mit Nr. 80 (Denkmalliste D-1-62-000-2246)
Kirchen
- St. Rupert, siehe unter Gollierplatz
- Auferstehungskirche, Nr. 55 (Denkmalliste D-1-62-000-2242)
Weitere Gebäude
- Forum Schwanthalerhöhe, Einkaufszentrum nördlich des Ostendes der Straße
- Leonhard-Henninger-Haus, Alters- und Pflegeheim, Nr. 75
- Gollierstraße 3
- Gollierstraße 10
- Gollierstraße 14
- Gollierstraße 14a
- Gollierstraße 16
- Gollierstraße 19
- Gollierstraße 25
- Gollierstraße 28
- Gollierstraße 29
- Gollierstraße 30
- Gollierstraße 31
- Gollierstraße 44 bis 52 (gerade Nummern)
- Gollierstraße 41 bis 53a (ungerade Nummern)
- Gollierstraße 78
- Gollierstraße 80
- Gollierstraße 81 bis 91 (ungerade Nummern)
- Gollierstraße 82
Brunnen
Bekannte Bewohner

- August Kühn (eigentlich Helmut Münch, 1936–1996), Schriftsteller, Gollierstraße 49 (Gedenktafel)
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 111.

