Goneplacidae
Familie der Ordnung Zehnfußkrebse
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Die Goneplacidae sind eine Familie der Krabben mit etwa 90 Arten.[1] Sie kommen auf weichen Untergründen vom Küstensaum bis zum Kontinentalhang vor, die meisten bewohnen die tiefere Gezeitenzone und sind grabend.[2]
| Goneplacidae | ||||||||||||
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Goneplax rhomboides | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Goneplacidae | ||||||||||||
| MacLeay, 1838 |
Merkmale
Der Carapax ist quer rechteckig, quadratisch, trapezförmig oder etwa achteckig. Die Oberfläche ist glatt, die Regionen sind nicht klar abgegrenzt. Augenhöhlen und Augenstiele sind lang oder sehr lang. Die Nähte des thorakalen Sternums sind bei beiden Geschlechtern zwischen zweiten und dritten Sternit vollständig, zwischen 3/4 tief und unterbrochen, zwischen 4/5 und 5/6 innenseitig unterbrochen und zwischen 7/8 unterbrochen. Die Sterniten S7 und S8 weisen eine Medianlinie auf und S8 wird bei Männchen mehr oder weniger von den pleonalen Somiten 2 und 3 bedeckt. Die Vulva ist oval bis rund und liegt auf S6, bei sechs Gattungen gibt es einen Vulvadeckel.[1]
Die Sternopleonalhöhle ist bei Männchen eher flach und erreicht die Mitte von S4. Ihr Pleon ist mittelbreit bis breit, alle Somiten sind frei, außer bei Neommatocarcinus, wo der dritte bis fünfte verschmolzen ist. Die Somiten verschmälern sich ab dem vierten und gehen in ein dreieckiges oder halbrundes Telson über. Der sechste Somit ist deutlich breiter als lang, der dritte etwa so breit oder breiter als die ersten beiden. Der Höcker des Druckknopfmechanismus liegt nahe der Sternalnaht 4/5. Das Pleon der Weibchen ist breit und bedeckt auch die äußeren Anteile des thorakalen Sternums, alle Somiten sind frei. Der Höcker des Druckknopfmechanismus liegt in der Mittellinie von S5. Der kurze bis mittellange Penis liegt coxal oder coxo-sternal und wird vom quer erweiterten dritten pleonalen Somiten und einer Verlängerung des siebten Episterniten geschützt. Das erste Gonopodium ist lang mit variabler Spitze. Das zweite Gonopodium ist meist lang (außer bei Microgoneplax und Paragoneplax), schlank, die Geißel deutlich und so lang wie der Basalteil.[1]
Systematik
Zur Familie gehören folgende rezenten Gattungen:[3]
- Bathyplax A. Milne-Edwards, 1880
- Carcinoplax H. Milne Edwards, 1852
- Diuplax Ng, Castro & Rodríguez Moreno, 2024
- Entricoplax Castro, 2007
- Exopheticus Castro, 2007
- Goneplacoides Castro, 2007
- Goneplax Leach, 1814
- Guinoplax Castro & Ng, 2010
- Hadroplax Castro, 2007
- Kingelus Ng, 2022
- Latigoneplax Naruse, 2023
- Menoplax Castro, 2007
- Microgoneplax Castro, 2007
- Neogoneplax Castro, 2007
- Neommatocarcinus Takeda & Miyake, 1969
- Notonyx A. Milne-Edwards, 1873
- Ommatocarcinus White, 1851
- Paragoneplax Castro, 2007
- Pedroplax Ng & Komai, 2011
- Psopheticus Wood-Mason, 1892
- Pycnoplax Castro, 2007
- Singhaplax Serène & Soh, 1976
- Thyraplax Castro, 2007
Synonyme sind Bathyplacinae Števčić, 2005, Carcinoplacidae H. Milne Edwards, 1852, Carcinoplacinae H. Milne Edwards, 1852, Goneplacinae MacLeay, 1838, Gonoplacinae Macleay, 1838, Michaeliinae Števčić, 2011, Microgeneplacini Števčić, 2011, Microgoneplacinae Števčić, 2011, Microgoneplacini Števčić, 2011, Neommatocarcinidae Števčić, 2011, Neommatocarcininae Števčić, 2011, Notonycidae Števčić, 2005, Paragoneplacinae Števčić, 2011, Paragoneplacini Števčić, 2011 und Psopheticini Števčić, 2005.[3]