Gottlieb Coradi
Schweizer Feinmechaniker
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Biografie


Gottlieb Coradi machte seine Mechanikerlehre 1862–1867 in Zürich, arbeitete ab 1870 bei Starke & Kammerer in Wien und stieg 1874 in Kempten in die mechanische Werkstatt von Albert Ott als Geschäftspartner ein. Die Firma Ott & Coradi stellte Planimeter und Pantografen her. 1880 eröffnete Coradi eine eigene Werkstatt in Zürich, das Mathematisch-Mechanische Institut G. Coradi. 1991 entwickelte er das Scheibenpolarplanimeter, 1884 das Scheibenrollplanimeter. Coradi baute 1888 das erste Kugelrollplanimeter, das der Ingenieur Jakob Amsler-Laffon bereits vorher in der Theorie beschrieben hatte.[2] 1894 entwickelte er das Kompensationsplanimeter, das Ungenauigkeiten anderer Planimeter behob.[3] Gleichzeitig wurde mit der Fertigung eines Harmonischen Analysators Henrici-Coradi begonnen.[4]
Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 stellte das Institut seine Geräte vor,[5] ebenso im Erfindersaal der Weltausstellung 1937.[6] Coradi entwickelte viele neue Planimetertypen und hielt zahlreiche Patente für seine Messgeräte. 1929 starb Coradi, ein Sohn und zwei Töchter führten seinen Betrieb weiter.