Graßahof
Ortsteil von Deining
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Graßahof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.
Graßahof Gemeinde Deining | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 15′ N, 11° 30′ O |
| Höhe: | 565 m ü. NHN |
| Einwohner: | 11 (1. Jan. 2026)[1] |
| Postleitzahl: | 92364 |
| Vorwahl: | 09184 |
Geographie
Die Einöde liegt im Oberpfälzer Jura auf circa 565 m ü. NHN nordwestlich des Gemeindesitzes auf einem Vorsprung der Albhochfläche, die hier steil gegen das Vorland im Westen abbricht.
Geschichte
In den Aufzeichnungen des Schultheißenamts Neumarkt des Jahres 1617 wird der Graßahof erstmals mit "ein zipflein holltz in Graßa" urkundlich erwähnt. Die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat für den Einödhof auch eine Namenserklärung erarbeitet. Danach ist das frühneuhochdeutsche Wort "grassach" mit der Bedeutung "belaubtes Astwerk von Nadelbäumen" namensgebend. Somit handelt es sich wohl um den "Hof, auf dem das aufgeschichtete Astholz gelagert wird".[2]
Dass sich der Name des Ortes von den Groß von Altenburg ableiten soll, die in Deining saßen, bevor sie sich in Nürnberg niederließen[3] ist demnach nicht mehr haltbar.
Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, gehörte der Hof der Unteren Hofmark Deining; auf ihm saß die Familie Götz. Hochgerichtlich unterstand der Hof dem kurfürstlichen Schultheißenamt Neumarkt.[4]
Im 19., teilweise noch im 20. Jahrhundert hieß die Einöde wechselnd „Großahof“, „Grashof“.[5]
Im Königreich Bayern (1806) wurde Graßahof dem Steuerdistrikt Oberbuchfeld zugeordnet. Bei der Gemeindebildung um 1810/20 kam die Einöde zur Ruralgemeinde Leutenbach, bei der sie bis zu deren Eingemeindung nach Deining am 1. Mai 1978 verblieb.[6]
Einwohnerentwicklung
Verkehrsanbindung
Graßahof ist über eine Anliegerweg zu erreichen, die von der nach Neumarkt führenden Staatsstraße 2660 abzweigt.
Literatur
- 1978 – 2003 Großgemeinde Deining, Daßwang 2003.
- Bernhard Heinloth: Neumarkt. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 16. Kommission für Bayrische Landesgeschichte, München 1967, ISBN 3-7696-9900-9 (Digitalisat).