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Griesbaum-Coozonolyse

Methode der organischen Chemie From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Griesbaum-Coozonolyse ist eine Methode in der organischen Chemie um substituierte 1,2,4-Trioxolane zu erhalten. Die Reaktion wurde nach ihrem Entdecker Karl Griesbaum benannt, der diese Reaktion 1995 erstmals publizierte.

Übersichtsreaktion

Bei der Griesbaum-Coozonolyse reagiert ein O-Methylketoxim (ein Oximester) zunächst mit Ozon zu einem Criegee-Intermediat und dann mit einem Keton zum Trioxolan.

Mechanismus

Die Ozonolyse von O-Methylketoximen verläuft im Vergleich zu der von C=C-Doppelbindungen langsamer. Die C=N-Doppelbindung wird durch Ozon gespalten und es wird ein Carbonyloxid sowie Methylnitrit[1] erhalten.

Reaktion zum Criegee-Intermediat

Das Carbonyloxid kann nun entweder mit sich selbst reagieren und ein 1,2,4,5-Tetroxan bilden oder es kann mit einem Keton abgefangen werden und so selektiv ein 1,2,4-Trioxolan bilden.[2][3]

Dimerisierung des Criegee-Intermediates zum Tetroxan
Bildung des Trioxolans aus dem Carbonyloxid und einem Keton

Weitere Nebenprodukte der Ozonolyse des O-Methylketoxims sind je nach Ketoxim verschieden substituierte Amide.[4]

Anwendung

Durch die Griesbaum-Coozonolyse können tetrasubstituierte Ozonide aufgebaut werden, welche weiter funktionalisiert werden können. Ebenfalls sind diastereoselektive Synthesen möglich.[5] Wird ein Diketon verwendet, entstehen Strukturen mit zwei 1,2,4-Trioxolanringen, sogenannte Diozonide.[4] Triterpenoide können in einer Griesbaum-Coozonolyse umgesetzt werden, um potentiell bioaktive Trioxolane zu generieren.[6] Weiterhin können durch die Griesbaum-Coozonolyse erhaltene Moleküle als Sensoren für Eisen eingesetzt werden.[7] In der Synthese von potentiellen Antimalariamitteln, wie OZ439 oder Arterolan, ist die Griesbaum-Coozonolyse ein Schlüsselschritt.[8]

Struktur von OZ439

Einzelnachweise

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