Griesbaum-Coozonolyse
Methode der organischen Chemie
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Die Griesbaum-Coozonolyse ist eine Methode in der organischen Chemie um substituierte 1,2,4-Trioxolane zu erhalten. Die Reaktion wurde nach ihrem Entdecker Karl Griesbaum benannt, der diese Reaktion 1995 erstmals publizierte.
Übersichtsreaktion
Bei der Griesbaum-Coozonolyse reagiert ein O-Methylketoxim (ein Oximester) zunächst mit Ozon zu einem Criegee-Intermediat und dann mit einem Keton zum Trioxolan.
Mechanismus
Die Ozonolyse von O-Methylketoximen verläuft im Vergleich zu der von C=C-Doppelbindungen langsamer. Die C=N-Doppelbindung wird durch Ozon gespalten und es wird ein Carbonyloxid sowie Methylnitrit[1] erhalten.
Das Carbonyloxid kann nun entweder mit sich selbst reagieren und ein 1,2,4,5-Tetroxan bilden oder es kann mit einem Keton abgefangen werden und so selektiv ein 1,2,4-Trioxolan bilden.[2][3]

- Dimerisierung des Criegee-Intermediates zum Tetroxan

- Bildung des Trioxolans aus dem Carbonyloxid und einem Keton
Weitere Nebenprodukte der Ozonolyse des O-Methylketoxims sind je nach Ketoxim verschieden substituierte Amide.[4]
Anwendung
Durch die Griesbaum-Coozonolyse können tetrasubstituierte Ozonide aufgebaut werden, welche weiter funktionalisiert werden können. Ebenfalls sind diastereoselektive Synthesen möglich.[5] Wird ein Diketon verwendet, entstehen Strukturen mit zwei 1,2,4-Trioxolanringen, sogenannte Diozonide.[4] Triterpenoide können in einer Griesbaum-Coozonolyse umgesetzt werden, um potentiell bioaktive Trioxolane zu generieren.[6] Weiterhin können durch die Griesbaum-Coozonolyse erhaltene Moleküle als Sensoren für Eisen eingesetzt werden.[7] In der Synthese von potentiellen Antimalariamitteln, wie OZ439 oder Arterolan, ist die Griesbaum-Coozonolyse ein Schlüsselschritt.[8]