Großer Fallstein

Waldgebiet in Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Große Fallstein ist ein bewaldeter Höhenzug in Sachsen-Anhalt im Landkreis Harz auf dem Gebiet der Stadt Osterwieck nördlich des Harzes. Der höchste Punkt liegt auf 288 m NHN.

Schnelle Fakten
Großer Fallstein
Der Große Fallstein von Nordwesten betrachtet
Der Große Fallstein von Nordwesten betrachtet
Der Große Fallstein von Nordwesten betrachtet
Lage Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt (Deutschland)
Koordinaten 52° 0′ 25″ N, 10° 43′ 36″ O
Typ Breitsattel
Gestein Muschelkalk
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Die zahlreichen Erdfälle gaben den Namen Fallstein
Blick über das Große Bruch und Veltheim auf den Großen Fallstein
Blick vom Fallstein über Osterwieck zum Brocken

Geologie

Der Höhenzug Großer Fallstein gehört bodengeographisch zu den Muschelkalkaufwölbungen der „Harlyberg-Fallstein-Huyberg-Hakel-Blankenburger Erhebungen“.[1] Es handelt sich dabei um einen Breitsattel.[2][3] Am westlichen Rand des Sattels treten relativ verwitterungsbeständige Kreidekalksteine an die Erdoberfläche, die als schmaler Höhenrücken herauspräpariert wurden, der Kleine Fallstein.[4] Der Name Fallstein ist zurückzuführen auf zahlreiche Erdfälle, die im gesamten Waldgebiet des Großen Fallsteins, insbesondere aber in dessen nördlichen Teil auftreten.[5]

Die größeren Einzelerhebungen neben der 288 m hohen Kuppe sind der Hohe Fallstein mit 286,7 m und der Breite Stein mit 278,6 m Höhe.

Waldgebiet

Der Große Fallstein ist ein von Buchen, Birken, Eichen und Fichten geprägter Mischwald. Im Wald wurden Luchse (2004) beobachtet. Der Wald hat eine Ost-West-Ausdehnung von circa vier Kilometern sowie eine Nord-Süd-Ausdehnung von über fünf Kilometern. Er liegt südlich des Niederungsgebietes Großes Bruch, durch das früher die innerdeutsche Grenze führte. Das Gebiet „Waldgebiet des Fallstein“ ist Landschaftsschutzgebiet; ein rund 71 ha großer Teil ist zudem als Naturschutzgebiet „Großer Fallstein“ ausgewiesen.

Name, Nutzungs- und Siedlungsgeschichte

Der Fallstein wird 997 als Felestein in einer Ottonenurkunde erwähnt.

Am nördlichen Rand des Großen Fallsteins (Ortslage Steinmühle) erfolgte bis 1930 der Abbau von Travertin.[6] Von 1832 bis 1849 war der Große Fallstein Standort der Station Nr. 20 der Preußischen optischen Telegrafenlinie, einem Kommunikationssystem zwischen Berlin und der Rheinprovinz.

In Waldnähe liegen viele Orte, unter anderem Osterwieck, Hessen, Rhoden, Deersheim und Veltheim.

Commons: Großer Fallstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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