Gudrun Unterstab
deutsche Keramikerin
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Leben und Werk
Gudrun Kießling war die Tochter des regional bedeutenden Langenhessener Töpfermeisters Albert Kießling (1909–1964), bei dem sie eine Lehre als Töpferin absolvierte. 1961 erwarb sie den Meistertitel.
Sie heiratete den Keramiker Ralf Unterstab, mit dem sie ab Mitte der 1960er Jahre in Langenhessen die Kunsttöpferei Unterstab (KTU) - Ralf & Gudrun Unterstab betrieb[2]. Sie fertigten insbesondere Gefäßkeramik. Zwischenzeitlich besuchte sie bei Karl Michel die Mal- und Zeichenschule Zwickau und die Ingenieur-Schule für Keramik in Hermsdorf.
Gudrun Unterstab war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Sie wurde mit der Verdienstmedaille des Kreises Werdau geehrt und erhielt 1966 den Titel einer Anerkannten Kunsthandwerkerin. Seit 1985 hatte sie, zumeist mit ihrem Ehemann, in der DDR mehrere Einzelausstellungen, und sie war in der DDR auf Gruppenausstellungen, u. a. 1967/1968 in Dresden auf der IV. Deutschen Kunstausstellung, und in Helsinki, Leningrad, Moskau, Poznan, Stockholm und Ulan Bator und vertreten.
Arbeiten Gudrun Unterstabs und ihres Mannes sind im Kunsthandel präsent.[3]
Literatur
- Walter Funkat: Kunsthandwerk in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1970, S. 93
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 973