Gustav Held

österreichischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Gustav Held war Sohn des gleichnamigen Buchhaltungsbeamten Gustav Andreas Held († 1844). Er besuchte ein Gymnasium in Krems und studierte danach von 1860 bis 1863 Philosophie (Deutsch, Geschichte, Geographie) an der Universität Wien. Er wurde 1863 Supplent an der Ober-Realschule in Wien-Innere Stadt, 1865 Professor für Deutsch, Geschichte und Geographie an der Landes-Oberrealschule Wiener Neustadt und vor 1873 unterrichtete er an der Oberrealschule in St. Pölten. Im Jahr 1878 wurde er Direktor der Landes-Unterrealschule in Waidhofen an der Ybbs. 1890 ging er in den Ruhestand und wurde Lehrer für Geographie an der privaten Handelsschule Allina in Wien.

Er starb am 9. Januar 1903 im Alter von 63 Jahren in Wien laut Sterbebuch an einer Lungenentzündung. Er wurde in der Wiedener Elisabethkirche eingesegnet und am Zentralfriedhof begraben.

Er war römisch-katholisch und ab 1869 verheiratet mit Theresia (Therese) Haas, mit der er mindestens zwei Töchter und fünf Söhne hatte, wobei ein Sohn jung verstorben ist.

Politische Funktionen

Gustav Held war vom 4. November 1873 bis zu seinem Rücktritt im September 1878[4] Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden 1 (St. Pölten, Herzogenburg, Kirchberg an der Pielach, Melk, Neulengbach, Lilienfeld, Hainfeld, Tulln, Atzenbrugg) zuständig. Er trat wegen seiner Ernennung zum Direktor der Unterrealschule Waidhofen zurück. Sein Nachfolger war Karl Pirko.

Klubmitgliedschaften

Gustav Held war Mitglied im Fortschrittsklub.

Literatur

Einzelnachweise

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