Gustav von König

deutscher Jurist und Politiker, MdR, Oberappellationsrat, MdL (Königreich Sachsen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Gustav Friedrich Theodor von König, auch Gustav von Koenig, (* 16. August 1812 auf Gut Mittel-Sohland, Kreis Görlitz; † 26. September 1885 auf Schloss Noschkowitz) war ein deutscher Jurist und Politiker.

Leben

König entstammte der 1790 geadelten Familie von König, die Nobilitierung in den Reichsadel mit sächsischer Anerkennung erfuhr u. a. der Vorfahre Johann Georg von König, Gutsherr in der Niederlausitz. Seine Eltern waren August Wilhelm von König und Ehefrau Elisabeth geb. Freude, aus Ebersbach. Sein Großvater Johann-Nikolaus von König bewirtschaftete ein Gut in Nieder-Sohland.

Schloss Noschkowitz. Sachsen.

Er wurde Rittergutsbesitzer auf Schloss Noschkowitz bei Ostrau, dessen Gerichtsbarkeit er 1852 an den Staat abtrat.[1] Nach einem Studium der Rechtswissenschaften trat er eine Laufbahn als Richter ein. Zunächst war er als Appellationsrat am Appellationsgericht in Leipzig tätig und wurde dann an das königlich sächsische Oberappellationsgericht versetzt, wo er als Oberappellationsrat und später auch als Vizepräsident tätig war. Er trug den Ehrentitel Geheimer Rat.

Gustav von König gehörte im Laufe seines Lebens beiden Kammern des Sächsischen Landtags an. Von 1851 bis 1854 saß er als Bevollmächtigter der Schönburgischen Rezessherrschaften in der I. Landtagskammer.[2] Anschließend gehörte er von 1857 bis 1864 als Vertreter der Rittergutsbesitzer des Leipziger Kreises der II. Landtagskammer an.[3] Von 1869 bis 1882 war er als Rittergutsbesitzer durch Ernennung durch den sächsischen König Johann wiederum Abgeordneter in der I. Landtagskammer.[4] Von Februar 1879 bis Oktober 1881 gehörte er als Vertreter des Reichstagswahlkreises Königreich Sachsen 10 (Döbeln) und der Deutschen Reichspartei dem Reichstag an.

Nacherbe auf Noschkowitz wurde zunächst der Sohn, der ledig gebliebene Diplomat Georg von König (1848–1892), dann ein entfernter Neffe, Albert von König. Ihm folgte wiederum später ein Nachfahre der Adelheid von König (1819–1893), verheiratet mit Eduard von Dittrich.

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI