Göttlesbrunn

Ortschaft im Bezirk Bruck an der Leitha From Wikipedia, the free encyclopedia

Göttlesbrunn ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt 985 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026)[1]. Bis Ende 1970 bildete Göttlesbrunn eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Göttlesbrunn (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Göttlesbrunn
Göttlesbrunn (Österreich)
Göttlesbrunn (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bruck an der Leitha (BL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Bruck an der Leitha
Pol. Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal
Koordinaten 48° 3′ 24″ N, 16° 44′ 24″ Of1
Höhe 171 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 985 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 16,76 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03454
Katastralgemeindenummer 05008
Bild
Luftansicht von Göttlesbrunn
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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985

Geografie

Das Dorf liegt südlich des Ellender Waldes am Göttlesbrunner Bach, der in Bruck die Alte Leitha einfließt, und ist über die Landesstraße L166 erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 552 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 134 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Rohrau besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Bruck an der Leitha ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Dominikanern zu Wien und Rohrau.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Göttlesbrunn ein Arzt, zwei Bäcker, zwei Fleischer, ein Friseur, drei Gastwirte, drei Geflügelhändler, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, sieben Obst- und Gemüsehändler, zwei Schneider und zwei Schneiderinnen, zwei Schmiede, fünf Schuster, drei Stechviehhändler, zwei Wagner und zahlreiche Landwirte ansässig. Weiters betrieb die Landwirtschaftliche Genossenschaft Göttlesbrunn eine Schrotmühle.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich mit Wirkung vom 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Arbesthal und Göttlesbrunn.[2]

Der Göttlesbrunner Weinstock ist Österreichs ältester Weinstock, laut einem botanischen Gutachten ist er 150 bis 200 Jahre alt.

Öffentliche Einrichtungen

In Göttlesbrunn befindet sich ein Kindergarten.[6]

Persönlichkeiten

  • Bruno Heinrich (1908–1992), Priester, Zisterzienser und Abt des Stiftes Stams, wirkte im Ort, wo er auch begraben ist

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 204 (Ausgabe 1769; Göttelsbrunn in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 50 (Göttlesbrunn in der Google-Buchsuche).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 82.
Commons: Göttlesbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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