Gühlen
Straße in Lindow (Mark), Brandenburg
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Gühlen liegt ca. drei Kilometer westlich von Lindow (Mark) am Westufer des Gudelacksees und ist seit 1928 Ortsteil von Lindow.
Gühlen Stadt Lindow (Mark) | |
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| Koordinaten: | 52° 58′ N, 12° 56′ O |
Geschichte
Das 1290 erstmalig genannte Guhlen war 1540 noch ein dem Kloster Lindow gehörendes Kirchdorf mit Lehnschulzengut, drei Bauernstellen, acht Kossäten (darunter ein Krüger) und einem Schäfer. 1541 ging der Ort nach der Säkularisation des Klosters an das Amt Lindow über. 1574 war die soziale Struktur unverändert, der Schulze hatte jetzt 5 Hufen Land, Fischereirecht auf dem Gudelacksee und Heuerland auf Rheinshagen. Das Gleiche galt noch 1624. 1652 war der Ort bis auf zwei Kossätenstellen durch Kriegseinwirkung wüst.[1]
1687 besaß der Bürgermeister das Schulzengut mit 5 Hufen, der Acker war aber ganz bewachsen. Fünf Schweizer Kolonistenfamilien verließen ebenfalls bereits 1697 wieder den Ort. Im selben Jahr richtete das Amt Lindow ein Zeitpachtvorwerk ein, aus dem 1753 ein Erbzinsgut hervorging. 1754 und 1759 wurden acht mecklenburgische Büdnerfamilien angesiedelt, die als Tagelöhner das Gut bewirtschafteten. Ihre Gehöfte entstanden an der westlich vom Gut abgehenden Dorfstraße. 1800 gab es einen Kalkofen und eine Windmühle. Vom 18. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert hatte Gühlen zwischen 50 und 100 Einwohner.[2]
Bemerkenswert ist das Landgut Gühlen, Gühlen Nr. 5.
Persönlichkeiten
- Friedrich Botho Graf zu Eulenburg (1850–1914), zeitweise Gutsbesitzer in Gühlen[3]
- Hjalmar Schacht (1877–1970), zeitweise Gutsbesitzer in Gühlen[4]