Hügelland der unteren Riß
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Das Hügelland der unteren Riß ist die naturräumliche Haupteinheit Nr. 042 in der Großlandschaft Donau-Iller-Lech-Platte im Nördlichen Alpenvorland gemäß der Systematik des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Das BfN bezeichnet den Naturraum als Westliches Flachland der unteren Riss.[1]
| Hügelland der unteren Riß | |||
|---|---|---|---|
| Fläche | 400 km² | ||
| Systematik nach | Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands | ||
| Großregion 1. Ordnung | 02–06 → Alpenvorland | ||
| Großregion 2. Ordnung | 04–06 → Nördliches Alpenvorland | ||
| Großregion 3. Ordnung | 04 → Donau-Iller-Lech-Platte | ||
| Region 4. Ordnung (Haupteinheit) | 042 → Hügelland der unteren Riß | ||
| Höchster Gipfel | Bussen (766,7 m) | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 48° 14′ 22″ N, 9° 49′ 4″ O | ||
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| Kreis | Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Ulm | ||
| Bundesland | Baden-Württemberg | ||
| Staat | Deutschland | ||
Lage
Der Naturraum umfasst die tertiäre Hügellandschaft südlich der Donau zwischen Obermarchtal und Ulm bis zu den glazial geprägten Altmoränengebieten im Süden.
Benachbarte Naturräume sind die Mittlere Flächenalb (Nr. 095), Hügelland der unteren Riß (Nr. 042) und die Holzstöcke (Nr. 043) im Norden, die Donau-Ablach-Platten (Nr. 040) im Westen, die Riß-Aitrach-Platten (Nr. 041) im Süden und die Holzstöcke (Nr. 033) im Südosten. Im Nordosten wird das Hügelland der unteren Riß durch das Untere Illertal (Nr. 044) begrenzt.
Die bestimmenden Fließgewässersysteme sind die von Riß und Donau. Während die Donau die nordwestliche Grenze des Naturraums zur Schwäbischen Alb bildet, durchfließt die Riß den Naturraum von Süden nach Norden. Sie durchfließt hier gemeinsam mit Rauglen, Dürnach und Rottum eine breite Talebene, die mit Rheingletscher-Niederterrassenschotter aufgefüllt ist. Weitere bedeutende Fließgewässersysteme im Naturraum sind Stehenbach, Rot und Weihung.
Größere Ortschaften im Naturraum sind von Westen nach Osten Munderkingen, Schemmerhofen, Laupheim, Achstetten und Ulm mit den Stadtteilen Wiblingen, Gögglingen und Unterweiler.
Beschreibung
Der Naturraum ist als strukturreiche Kulturlandschaft klassifiziert. Kennzeichnend ist der Wechsel aus kleinkuppigen, zertalten und sandigen Gebieten sowie größeren Mergelrücken. Die höchste Erhebung stellt der Bussen im äußersten Westen des Naturraums dar. Die Böden sind durch großflächige Lössüberdeckung fruchtbar und werden überwiegend ackerbaulich genutzt.
Schutzgebiete
Die Bedeutung für den Naturschutz ist eher untergeordnet. Es wurden im Naturraum zwar einige Naturschutzgebiete ausgewiesen, die größten davon sind mit rund 119 ha das Osterried nahe Schemmerhofen sowie die unmittelbar aneinandergrenzenden Naturschutzgebiete Lichternsee und Gronne bei Ulm mit zusammen 137 ha. Auch das Naturschutzgebiet Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen ragt teilweise in den Naturraum. Insgesamt stehen zehn Gebiete mit insgesamt rund 517 Hektar (etwa 1,3 % der Gesamtfläche) unter Naturschutz.
Die FFH-Gebiete Donau zwischen Munderkingen und Ulm und nördliche Iller, Donau zwischen Munderkingen und Riedlingen und Rot, Bellamonter Rottum und Dürnach umfassen im Wesentlichen die genannten Naturschutzgebiete sowie die Fließgewässer. Nur im Westen zwischen Bussen und Obermarchtal sind zusätzlich einige Waldgebiete als FFH-Gebiete ausgewiesen. Vogelschutzgebiete gibt es im Naturraum keine, lediglich eine Teilfläche des Vogelschutzgebiets Täler der Mittleren Flächenalb ragt randlich in den Naturraum.

