Strom- und Heuchelberg
Naturraum der Neckar- und Tauber-Gäuplatten
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Strom- und Heuchelberg ist ein Naturraum der Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Haupteinheit 12) im Südwestdeutschen Schichtstufenland mit der Nr. 124 in der Systematik des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands von Meynen/Schmithüsen (1953–1962).
| Strom- und Heuchelberg | |||
|---|---|---|---|
| Fläche | 235 km² | ||
| Systematik nach | Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands | ||
| Großregion 1. Ordnung | 07–23 → Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens | ||
| Großregion 2. Ordnung | 08–16 → Südwestdeutsches Schichtstufenland | ||
| Großregion 3. Ordnung | 12 → Neckar- und Tauber-Gäuplatten | ||
| Region 4. Ordnung (Haupteinheit) | 124 → Strom- und Heuchelberg | ||
| Höchster Gipfel | Baiselsberg (477,3 m) | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 49° 2′ 4″ N, 8° 52′ 44″ O | ||
| |||
| Kreis | Landkreis Heilbronn, Landkreis Ludwigsburg, Enzkreis, Landkreis Karlsruhe | ||
| Bundesland | Baden-Württemberg | ||
| Staat | Deutschland | ||

Naturräumliche Gliederung
In den Einzelblättern 1:200.000 Karlsruhe (1952)[1] und Stuttgart (1967)[2] der Geographischen Landesaufnahme der Bundesanstalt für Landeskunde wurden Strom- und Heuchelberg wie folgt untergliedert:
- 124 Strom- und Heuchelberg
- 124.1 ⊙ Stromberg
- 124.2 ⊙ Heuchelberg und Eppinger Hardt
- 124.3 ⊙ Südwestlicher Strombergrand
Angrenzende Naturräume sind:
- Neckarbecken (Nr. 123) im Osten und Südosten
- Kraichgau (Nr. 125) im Südwesten, Westen und Norden
Geologie
Das Gebiet wird von den beiden Höhenzügen Stromberg und Heuchelberg geprägt. Es handelt sich um eine durch Reliefumkehr entstandene Keuperinsel in einer Lössumgebung.[3]
Der Stromberg ist ein bewaldeter Bergrücken (400–470 m) aus Keupermergeln und Stubensandstein. Die trennenden Täler reichen bis in den Gipskeuper. Sie sind klimatisch sehr geschützt. Ihre gemischten Böden der unteren Lagen werden zum Acker- und Obstbau und zum Teil als Rebland genutzt. Am Südwestrand des Strombergs gehen die Reben auf den bunten Mergeln besonders hoch hinauf.
Heuchelberg und Eppinger Hardt sind Hochflächen der Schilfsandsteinplatte (300–330 m), die durch das obere Leintal in zwei lange schmale Züge geteilt werden und steil abfallen. Die Eppinger Hardt ist fast vollständig bewaldet. Auf dem Heuchelberg besteht Ackerland mit Anbau von Getreide und Kartoffeln. Die Nord- und Westabhänge tragen Wald und an den unteren Rändern auch Reben. Die Zaber trennt Stromberg und Heuchelberg, dort liegt als einzige größere Gemeinde Zaberfeld.
Schutzgebiete
Der Naturraum Strom- und Heuchelberg hat eine vergleichsweise hohe naturschutzfachliche Bedeutung, was durch eine Vielzahl an sich überlagernden Schutzgebieten deutlich wird.[4]
Insgesamt 14 Naturschutzgebiete liegen ganz oder teilweise im Naturraum, das größte davon ist mit 165 ha die Erlen-, Metten- und Gründelbachniederung bei Ötisheim. Insbesondere der Stromberg ist großflächig als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, das größte davon ist mit 39 km² das Landschaftsschutzgebiet Kirbachtal mit angrenzenden Gebieten von Sachsenheim-Häfnerhaslach über Sachsenheim-Hohenhaslach bis Sachsenheim-Kleinsachsenheim, Vaihingen-Horrheim und Vaihingen-Gündelbach. Weitere, kleinere Landschaftsschutzgebiete liegen im Naturraum verstreut.
Das FFH-Gebiet Stromberg umfasst große Teile des Naturraums, insbesondere das Kirbachtal und das Strombergmassiv, sowie einige Gebiete um Maulbronn. Im Süden reicht das FFH-Gebiet Enztal bei Mühlacker in den Naturraum, im Norden umfasst das FFH-Gebiet Heuchelberg und Östlicher Kraichgau größere Flächen, insbesondere den Hartwald. Der Stromberg ist auch als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Bei Maulbronn liegt zudem das Vogelschutzgebiet Weiher bei Maulbronn.
Der größte Teil des Naturraums ist zudem Teil des Naturparks Stromberg-Heuchelberg.
Weblink
- Naturraumsteckbriefe der LUBW, siehe 124: Strom- und Heuchelberg (PDF; 10,6 MB; Hinweise)

