Hanhart-Syndrom
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Begriff Hanhart-Syndrom ist in der Fachliteratur nicht eindeutig definiert.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q82.8 | Keratodermia palmoplantaris papulosa |
| E34.3 | Zwergwuchs |
| Q87.2 | Angeborene Fehlbildungssyndrome mit vorwiegender Beteiligung der Extremitäten |
| G11.4 | Hereditäre spastische Paraplegie |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Die Namensgebung bezieht sich jeweils auf den Erstautor der Erstbeschreibungen durch den schweizerischen Internisten und Humangenetiker Ernst Hanhart (1891–1973).
Er bezeichnet folgende Syndrome:
- Keratodermie mit Lipomen
- Heredodegenerativer Zwergwuchs
- Oro-akraler-Fehlbildungskomplex
- Familiäre spastische Paraplegie
Die Syndrome sind nicht zu verwechseln mit dem Richner-Hanhart-Syndrom.
Keratodermie mit Lipomen
Synonyme sind: Keratosis palmo-plantaris mit systematisierten Lipomen; lateinisch Keratodermia palmo-plantaris papulosa Hanhart[1]
Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Beschreibung aus dem Jahre 1947.[2]
Heredodegenerativer Zwergwuchs
Oro-akraler-Fehlbildungskomplex
Familiäre spastische Paraplegie
Synonyme sind: Hanhart-Syndrom IV; englisch Hanhart’s disease
Es handelt sich um eine autosomal-dominant vererbte familiäre spastische Paraplegie mit geistiger Behinderung.[8]
Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Beschreibung aus dem Jahre 1936.[9]