Hans Hadamowsky
österreichischer Oboist, Hochschullehrer und Komponist
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Johann „Hans“ Franz Anton Karl Maria Hadamowsky (* 5. März 1906 in Purkersdorf; † 12. Dezember 1986 ebenda) war ein österreichischer Oboist, Hochschullehrer und Komponist.
Leben und Werk
Hans Hadamowsky wurde am 5. März 1906 als Sohn des Bestandbäckers Franz Hadamowsky (* 18. November 1862 in Rappoltenkirchen;[1] † ?) und dessen Ehefrau Antonia Karolina Johanna (geborene Hudetz; * 1. Juni 1871 in Wien; † 22. Februar 1952 in Wien-Penzing)[2] in Purkersdorf geboren und am 18. März 1906 auf den Namen Johann Franz Anton Karl Maria getauft.[3][4] Seine Eltern hatten am 7. Jänner 1899 in der Pfarrkirche St. Stephan in Tulln geheiratet.[3]
Als Kind erhielt Hadamowsky, der am 16. Mai 1921 in Wien gefirmt wurde,[3] zunächst Geigen- und Klarinettenunterricht, später dann Oboenunterricht bei Alexander Wunderer an der Wiener Musikakademie. Nach der Matura studierte er parallel Musikwissenschaft an der Universität Wien und wurde 1930 mit dem Thema Die Oboe bei Joh. Seb. Bach zum Dr. phil. promoviert. 1931 folgte die Diplomprüfung für Oboe und 1932 die Diplomprüfung für Komposition bei Franz Schmidt.
Am 1. Mai 1933 heiratete er in seiner Geburts- und Heimatgemeinde eine Melanie Aloisia Kühn und trat mit 29. September 1939 aus der römisch-katholischen Kirche aus.[3][4] Am 30. Mai 1944 kam in der Frauenklinik des damaligen AKH Wien die Tochter Hedwig als erstes Kind des Ehepaares zur Welt.[4]
1936 wurde Hadamowsky Mitglied der Wiener Philharmoniker und blieb dies als Zweiter Oboist und Englischhornist bis zur Pensionierung 1970. Ab 1950 bekleidete er zudem eine Professur für Oboe und Musiktheorie an der Wiener Musikakademie. 1973 publizierte Hadamowsky, der sich dem Klangideal der Wiener Oboe verpflichtet sah, im Selbstverlag das dreibändige Werk Die Klang- und Musiziertradition der Wiener Bläserschule, in dem erstmals versucht wurde, die Besonderheiten der Wiener Musiziertradition zu definieren.[5] Im gleichen Jahr erschien, ebenfalls im Selbstverlag, eine Oboenschule in 10 Bänden.
Hadamowsky trat auch als Komponist hervor, darunter eines Sextetts für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Harfe, das in einer Fassung für Bläserquintett und Orchester („Tanzsuite“) 1952 unter Hans Knappertsbusch uraufgeführt wurde.
Im Alter von 80 Jahren kam Hadamowsky bei einem Eisenbahnunfall auf der Westbahnstrecke bei Streckenkilometer 16,300 in seiner Heimatgemeinde ums Leben.[3]
Literatur
- Christian Merlin: Die Wiener Philharmoniker: Band II: Die Musiker und Musikerinnen von 1842 bis heute. Amalthea Signum Verlag, 2017 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).