Hans Well

deutscher Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Well (* 1. Mai 1953 in Willprechtszell) ist ein bayerischer Musiker. Er ist bekannt als Mitglied der mittlerweile aufgelösten Biermösl Blosn und war für die Texte der Gruppe verantwortlich. Zu den Instrumenten, die er spielt, gehören Gitarre, Steirische Harmonika, Bratsche, Saxophon, Trompete, Sopran-Jagdhorn und Tenor-Alphorn.[1]

Hans Well, 2026
Hans Well und die Wellbappn, 2018

Leben und Wirken

Hans Well ist das neunte von fünfzehn Kindern des Schulmeisters Hermann Well und seiner Frau Gertraud Well aus dem Dorf Günzlhofen bei Fürstenfeldbruck. Er besuchte das Ludwigsgymnasium in München.[2] In der Familie wurde der Volksmusik breiter Raum eingeräumt. Bereits als Kind und Jugendlicher trat er unter Anleitung seines Vaters mit seinen Geschwistern in Gasthäusern der Umgebung zu verschiedenen Anlässen auf.

Er studierte Pädagogik mit Germanistik und Geschichte, unter anderem bei Helmut Zöpfl. Nach eigener Aussage „entrann er dem Lehrerdasein“ und tat sich stattdessen 1976 mit seinen Brüdern Christoph und Michael zu einer Musikgruppe mit dem Namen Biermösl Blosn zusammen. Diese Gruppe verband Melodien bayerischer Volksmusik mit hintergründigen und satirischen Texten in bairischer Mundart. Die Musiker bauten in ihr Programm Stellungnahmen zu den politischen Zuständen in Bayern ein und erlangten damit bald überregionale Bekanntheit. Erste bundesweite Aufmerksamkeit zogen sie 1981 infolge eines politischen Eklats auf sich, als sie nach den Massenverhaftungen von Nürnberg die zuständigen Minister beim traditionellen Maibockanstich im Hofbräuhaus in einem Lied aufforderten: „[…] sauft’s aus und nemmt’s an Huat!“[3]

Nachdem sich die Biermösl Blosn im Januar 2012 nach 35 Jahren auflösten, tritt Hans Well zusammen mit seinen Kindern Sarah (* 22. November 1991), Tabea (* 23. Februar 1993) und Jonas (* 24. August 1996) Well in neuer Formation als Hans Well & die Wellbappn auf. Die erste CD der Wellbappn mit dem Titel unterbayernüberbayern erschien im April 2013. Im Oktober 2015 kam die zweite CD Schneller heraus.

Im April 2013 veröffentlichte Hans Well das Buch 35 Jahre Biermösl Blosn.[4]

2017 wurden Hans Well und die Wellbappn mit dem Publikumspreis „Unterföhringer Mohr“ ausgezeichnet.[5] Seit April 2024 verfasst er eine vierwöchentliche Kolumne in der Süddeutschen Zeitung.[6]

2021 wurde Hans Well mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.[7] 2023 erhielten er und seine Frau Sabeeka Gangjee-Well „für die Grundsanierung und Instandsetzung eines Einfirsthofs (ehem. Wohnhaus des Pollinger Klosterbraumeisters) sowie sieben weiterer Baudenkmäler“ die Bayerische Denkmalschutzmedaille.[8]

Hans Well wohnt in Zankenhausen.

Veröffentlichungen

Werke

siehe auch: Biermösl Blosn, Abschnitt Werk

Hörbücher

Commons: Hans Well – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hans Well & Wellbappn. (Homepage von Hans Well).
  • Biermösl Blosn. (Offizielle Seite der Biermösl Blosn): „Aus is, und gor is, und schod is, dass wohr is: Die Biermösl Blosn hat sich aufgelöst, diese Homepage bleibt als Online-Archiv noch einige Zeit im Netz stehen. Gästebuch und Forum sind geschlossen.“

Einzelnachweise

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