Harzungen
ehemalige Gemeinde im Landkreis Nordhausen in Thüringen
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Harzungen ist ein Ortsteil der Landgemeinde Harztor im thüringischen Landkreis Nordhausen.
Harzungen Landgemeinde Harztor | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 33′ N, 10° 48′ O | |
| Höhe: | 224 m | |
| Fläche: | 3,89 km² | |
| Einwohner: | 194 (31. Dez. 2022)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 50 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 6. Juli 2018 | |
| Postleitzahl: | 99768 | |
| Vorwahl: | 036331 | |
Lage von Harzungen in Thüringen | ||
Lage
Harzungen liegt südwestlich von Neustadt/Harz unterhalb der Südwestabdachung des Harzes. Die Landesstraßen 1035 und 2075 erschließen den Ort verkehrsmäßig. Südlich befindet sich die Karstlandschaft Rüdigsdorfer Schweiz.
Nördlich des Ortes lieg der Hegeteich. Der Kappelbach streift die Gemarkung.
Geschichte
Harzungen wurde im Jahr 1259 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Hier gab es ein Rittergut des gleichnamigen Adelsgeschlechts von Harzungen und eine Mühle.[3] Der Turm der St.-Andreas-Kirche wurde im 13. Jahrhundert als Fluchtturm errichtet.[4] 1366 wurde der Ort von Nordhäuser Stadtknechten geplündert. 1540 bat die Bevölkerung die Grafen zu Stolberg um Bestellung eines evangelischen Pastors, was diese jedoch ablehnten.[5]
Im Umfeld von Harzungen und Niedersachswerfen bestand von 1. April 1944 bis 4. April 1945 das KZ-Außenlager Harzungen.[6]
Am 6. Juli 2018 ging Harzungen, mit Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, in der Gemeinde Harztor auf.[7]
Politik
Sehenswürdigkeiten
- St.-Andreas-Kirche
- Ein 1956 errichteter und 1977 erneuerter Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an die 27Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die im Außenlagers Harzungen von Dora-Mittelbau verstarben, wo zuletzt etwa 5.000 Insassen für Rüstungsprojekte des Junkers-Konzerns arbeiten mussten.[10]
