Haslau an der Donau
Ortschaft im Bezirk Bruck an der Leitha
From Wikipedia, the free encyclopedia
Haslau an der Donau (früher auch Kroatisch-Haslau) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Haslau-Maria Ellend im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich mit 937 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1968 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Haslau an der Donau (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Haslau an der Donau | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Bruck an der Leitha (BL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Bruck an der Leitha | |
| Pol. Gemeinde | Haslau-Maria Ellend | |
| Koordinaten | 48° 6′ 58″ N, 16° 42′ 48″ O | |
| Höhe | 186 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 937 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 11,09 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03458 | |
| Katastralgemeindenummer | 05105 | |
„Aus Haslau an der Donau“ von Emil Jakob Schindler | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das knapp an der Pressburger Straße gelegene Dorf, von der die Landesstraße L2042 in den Ort führt, wird im Norden von der Donau begrenzt bzw. einem Nebenarm. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft, zu der auch die Haslau an der Donau-Sommersiedlung zählt, insgesamt 488 Adressen.[3]
Geschichte
Haslau wird urkundlich erstmals um 1080 genannt. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war der Ort Sitz eines Rittergeschlechts, dessen Burg danach verfiel und 1441 als verödet bezeichnet wurde.
Nach den Türkenbelagerungen erfolgte im Laufe des 16. Jahrhunderts eine Wiederbesiedlung des Ortes durch Kroaten, weshalb Haslau bis 1920 auch als Kroatisch-Haslau bezeichnet wurde – im Gegensatz zu Deutsch Haslau an der Leitha.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 55 Häusern genannt, das nach Maria Ellend eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Petronell besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit au, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Haslau an der Donau drei Bäcker, zwei Devotionalienhändlerinnen, zwei Fleischer, sechs Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Korbflechter, eine Milchgenossenschaft, ein Schlosser, ein Schmied, ein Schuster, ein Tischler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[5]
Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1969 die damaligen Ortsgemeinden Haslau an der Donau und Maria Ellend.[2]
Öffentliche Einrichtungen
In Haslau befindet sich ein Kindergarten.[6]
Persönlichkeiten
- Johann Zeyer (1894–1970), Kaufmann, Bürgermeister und Abgeordneter zum Landtag, wurde hier geboren
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 242 (Ausgabe 1769; Haslau in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 169 (Haslau (Croatisch-) in der Google-Buchsuche).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 83.
Weblinks
- Haslau an der Donau in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
