Haus Amonn

Wohnhaus in der Bitziusstrasse 53 in der Stadt Bern in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Haus Amonn ist ein Wohnhaus in der Bitziusstrasse 53 in der Stadt Bern in der Schweiz. Es wurde 1934 im Stil des Neuen Bauens von Ernst Walter Ebersold für Alfred Amonn entworfen und als «schützenswert» in das Bauinventar der Stadt aufgenommen.

Geschichte

Der Architekt Ebersold hatte in Berlin und anschliessend 1932 für E. Bützberger in Burgdorf und Ernst Schmid in Bern gearbeitet. Ein eigenes Büro eröffnete er 1933 in Bern. Nach einem Wohnhaus in Wabern und einer Villa in Muri bei Bern reichte er mit dem Grundstückseigentümer und Kaufmann Hans Jöhr die Baueingabe für ein Haus ein, das Jöhr als Bauherr für den Hochschullehrer Amonn errichtete.[1] Ebersold entwickelte mit dem Entwurf für die Bitziusstrasse einen Villentyp, den er noch dreimal in Muri ausführte. Seine Entwurfsskizzen gelten als «ausdrucksstark» und Robert Walker schätzt ihn als «Künstlerarchitekten» ein. Seine Vorstudie mit einem dreigeschossigen Gebäudeteil im Osten wurde allerdings nur vereinfacht umgesetzt. Ein Rundbau in der Hallerstrasse 49–55 gilt als «herausragender Bau im Werk Ebersolds». Typisch für seine Entwürfe war die Verwendung von Sichtbacksteinen bzw. Klinkern, die damals in der Schweiz noch unbekannt waren.[2]

Das Haus Amonn gilt mit seinem «streng kubisch aufgebauten Baukörper» und «zweckmässig angeordneten Fensteröffnungen» als Entwurf nach den «Grundsätzen des Neuen Bauens». Es wurde 2024/2015 umgebaut. Da der «originale Zustand der 1930er Jahre weitgehend erhalten» blieb, wurde das Gebäude als «schützenswert» in das Berner Bauinventar aufgenommen.[1]

Lage und Beschreibung

Das Haus Amonn liegt im Quartier Schönberg/Bitzius im Stadtteil IV Kirchenfeld-Schosshalde.

Das zweigeschossige Wohnhaus wurde auf einem winkelförmigen Grundriss in klaren, kubischen Formen geplant. Das Walmdach ist sehr flach ausgebildet und bekommt damit die Wirkung eines Flachdachs. Die Front des Erdgeschosses und der Eingang sind mit dunklen Sichtbacksteinen verkleidet. Sichtbacksteine betonen auch die Fensterbänke und den oberen Fassadenabschluss unter dem leicht vorkragenden Dachrand am verputzten Obergeschoss. Das Haus ist mit offener Terrasse und Fensterbändern zum Garten und nach Südsüdosten orientiert. Trotz der Umbauten ist seine Rückseite kaum befenstert und der originale Zustand der 1930er Jahre blieb weitgehend erhalten.[1]

Auch der Aussenraum ist von denkmalpflegerischem Interesse.[1]

Siehe auch

Belege

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